Bitte logge Dich ein, um diesen Artikel zu bearbeiten.
Bearbeiten

Endothelin-1

Version vom 4. Juli 2017, 15:33 Uhr von Jonathan Imholz (Diskussion | Beiträge)

(Unterschied) « Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version » (Unterschied)

1 Definition

Endothelin-1 (ET-1) ist ein Peptidhormon, das als Teil des Endothelin-Systems an der Regulation der Organdurchblutung beteiligt ist. Es vermittelt sowohl vasokonstriktorische, als auch vasodilatative Wirkung. Es ist neben Endothelin-2 und Endothelin -3 eine von drei bekannten Isoformen.

2 Biochemie

Endothelin-1 ist ein Peptidhormon, bestehend aus 21 Aminosäuren. Es wird durch das Enzym Endothelin Converting Enzyme, kurz ECE, aus dem Vorläuferprotein Big-ET-1 geschnitten. Das ET-1-Gen codiert für ein 212-Aminosäuren langes Vorläuferprotein, welches dann enzymatisch gespalten wird. Es wird vornehmlich auf der Ebene der Transkription reguliert; unter durch NF-κB und HIF-1

3 Physiologie

ET-1 ist in Arterien, Arteriolen, Venulen und Venen überall im Körper nachweisbar.

  • Verbindung von Endothelin mit einem G-Protein-gekoppelten Rezeptor (Endothelinrezeptor). Es existieren zwei Subtypen des Endothelinrezeptors: Der ETA-Rezeptor und der ETB-Rezeptor. Interaktion von Endothelin mit dem auf dem Gefäßendothel sitzenden ETA-Rezeptor führt zur sofortigen und starken Vasokonstriktion. ETB-Rezeptoren finden sich vornehmlich am Endothel. Die Stimulation vom ETB-Rezeptor führt zur NO-Sekretion der Endothelzelle und damit zur Relaxation glatter Muskelzellen.

Die Endothelin-1-Sekretion im Endothel kann durch exogene physiologische oder pathophysiologische Reize stimuliert werden. Wichtige Reizesind die Scherkräfte des Blutflusses, aber auch TGF-β stimuliert die Endothelin-1-Sekretion. Daneben ist auch eine konsekutive Sekretion am Endothel zu beobachten, was auf eine Beteiligung an der Regulation des Myotonus in Gefäßen schließen lässt.

Endothelin-1 nimmt eine wichtige Rolle in der Regulation der Organdurchblutung ein. Es gehört zu den potentesten vasoaktiven, also auf das Gefäßsystem wirkende Substanzen, weil es eine extrem lang anhaltende Wirkung hat und zudem sehr potent ist.

4 Pathophysiologie

ET-1 scheint eine Rolle in der Tumor-Entwicklung zu spielen. Es induziert hier Proliferation, Angiogenese, Migration und Apoptose.

5 Quellen

Anthony P. Davenport et al.: Endothelin, Pharmacological Reviews, April 2016

Diese Seite wurde zuletzt am 4. Juli 2017 um 15:33 Uhr bearbeitet.

Um diesen Artikel zu kommentieren, melde Dich bitte an.

Klicke hier, um einen neuen Artikel im DocCheck Flexikon anzulegen.

Artikel wurde erstellt von:

Letzte Autoren des Artikels:

2 Wertungen (5 ø)

4.144 Aufrufe

Hast du eine allgemeine Frage?
Hast du eine Frage zum Inhalt?
Copyright ©2020 DocCheck Medical Services GmbH | zur mobilen Ansicht wechseln
DocCheck folgen: