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Endoskopische Lungenvolumenreduktion

Version vom 17. Mai 2016, 15:43 Uhr von Dr. Frank Antwerpes (Diskussion | Beiträge)

Synonym: Endobronchiale Lungenvolumenreduktion, endoskopische Volumenreduktion

1 Definition

Die endobronchiale Volumenreduktion ist ein relativ neues (Stand 2016) operatives Verfahren, das zur Therapie eines fortgeschrittenen Lungenemphysem eingesetzt wird.

2 Prinzip

Bei dem Verfahren werden spezielle Ventile oder Spiralen in die Bronchien einzelner Lungensegmente implantiert. Ziel ist die Verringerung der Gesamtüberblähung durch eine Atelektase der Lungenareale. Damit wird die Mechanik von Zwerchfell und Brustwand verbessert.

3 Verfahren

Aktuell gibt es drei Verfahren der endobronchialen Volumenreduktion:

Die Thermoablation wird, ebenso wie die Applikation von Polymerschaum (führt ebenfalls zu lokalen Entzündungsreaktionen), bisher noch in klinischen Studien getestet.

4 Indikation

Eine endobronchiale Volumenreduktion ist indiziert, wenn konservative Therapiemaßnahmen ausgeschöpft sind und ein fortgeschrittenes Lungenemphysem vorliegt. Maßgebliche Parameter sind dabei das forcierte exspiratorische Volumen (FEV1) und das Residualvolumen (RV). Ein Lungenemphysem gilt als fortgeschritten, wenn:

  • FEV1 < 45 % des Solls
  • RV > 200 % des Solls[1]

5 Quellen

  1. Gompelmann et al. Endoskopische Volumenreduktion bei COPD – eine kritische Bestandsaufnahme. Dtsch Arztebl Int; 2014

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