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Endokrine Orbitopathie: Unterschied zwischen den Versionen

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Unter einer '''endokrinen Orbitopathie''' versteht man eine [[immunologisch]] bedingte [[Entzündung]] des [[Orbita]]inhalts. Hierbei sind auch die [[Augenmuskeln]], das Gewebe der Orbita und die [[Lid]]er mitbetroffen. Meist liegt eine hyperthyreote Stoffwechsellage vor (z.B. im Rahmen eines [[Morbus Basedow]], selten auch bei anderen [[Autoimmunthyreopathie]]n).
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Unter einer '''endokrinen Orbitopathie''' versteht man eine [[immunologisch]] bedingte [[Entzündung]] des [[Orbita]]inhalts. Hierbei sind auch die [[Augenmuskeln]], das Gewebe der Orbita und die [[Lid]]er mitbetroffen. Meist liegt eine [[hyperthyreote Stoffwechsellage]] vor (z.B. im Rahmen eines [[Morbus Basedow]], selten auch bei anderen [[Autoimmunthyreopathie]]n).
  
 
==Pathogenese==
 
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Version vom 23. Juni 2009, 12:19 Uhr

Synonyme: endokriner Exophthalmus, endokrine Ophthalmopathie
Englisch: endocrine ophthalmopathy, Graves' ophthalmopathy

1 Definition

Unter einer endokrinen Orbitopathie versteht man eine immunologisch bedingte Entzündung des Orbitainhalts. Hierbei sind auch die Augenmuskeln, das Gewebe der Orbita und die Lider mitbetroffen. Meist liegt eine hyperthyreote Stoffwechsellage vor (z.B. im Rahmen eines Morbus Basedow, selten auch bei anderen Autoimmunthyreopathien).

2 Pathogenese

Im Falle eines M. Basedow besetzen TSH-Rezetorautoantikörper auch Epitope außerhalb der Schilddrüse, insbesondere auf Fibroblasten des Retroorbitalraumes, die (aus noch unbekannten Gründen) TSH-Rezeptoren exprimieren. In der Folge kommt es zunächst zu einer andauernden Inflammation, die schließlich in fibrosierende Veränderungen münden kann.

3 Klinik

Kennzeichnend ist die Merseburger Trias, bestehend aus Exophthalmus, Struma und Tachykardie. Als weitere Befunde können vorliegen:

nach Sachsenweger

4 Differentialdiagnose

Besonders bei einseitiger Orbitopathie muss an Tumoren der Orbita gedacht werden.

5 Einteilung

Der Schweregrad einer endokrinen Orbitopathie wird nach dem NOSPECS-Schema oder der LEMO-Klassifikation eingeteilt.

6 Therapie

Eine Eindämmung der entzündlichen Reaktion mit Glukokortikoiden oder die Röntgenbestrahlung der Orbitaspitze sind erfolgversprechend.

7 Prognose

Bei rechtzeitig eingeleiteter Therapie bestehen sehr gute Heilungsaussichten, wenngleich der Exophthalmus meist irreversibel ist.

Diese Seite wurde zuletzt am 22. April 2016 um 14:47 Uhr bearbeitet.

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