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Elastose

Version vom 3. September 2020, 12:17 Uhr von Anna Albert (Diskussion | Beiträge)

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Synonyme: Elastosis senilis, Elastosis solaris, aktinische Elastose, solare Elastose, senile Elastose

1 Definition

Elastose ist eine pathohistologische Bezeichnung für eine angeborene oder erworbene Degeneration des kollagenen Bindegewebes. Es handelt es sich um eine (UV)-Strahlen-bedingte Schädigung der Dermis mit Ablagerung von elastotischem Fasermaterial.

2 Weitere Begriffsverwendungen

In der Angiologie beschreibt die Elastose zum einen die Einlagerung elastinähnlicher Substanzen in die Gefäßwand, zum anderen das Vorkommen von abnormem, gegenüber der Elastase resistentem Elastin in der Lamina elastica interna der Gefäßintima.

3 Epidemiologie

Die aktinische Keratose ist relativ häufig und betrifft vor allem ältere hellhäutige Menschen (Hauttyp 1 und 2). Bei dunkel pigmentierten Menschen kommt die Erkrankung hingegen kaum vor.

4 Pathophysiologie

Eine chronische Sonnenbestrahlung spielt in der Pathogenese der Elastose eine ausschlaggebende Rolle. Hierbei ist sowohl UV-A, UV-B, sowie Infrarotstrahlung verantwortlich. Diese bedingt in der Haut eine direkte Freisetzung von reaktiven Sauerstoffradikalen und die Einwanderung von Entzündungszellen in das Bindegewebe der Haut. Zugleich werden durch die Strahleneinwirkung antioxidative Schutzmechanismen geschwächt. Durch die Freisetzung an Singulettsauerstoff folgt eine erhöhte Expression der Kollagen abbauenden Metalloproteasen MMP-1 und MMP-2 in den Fibroblasten. Die Ansammlung des elastotischen Materials könnte entsprechend auf enzymgesteuerte Abbauprozesse zurückgeführt werden.

Zusätzliche Risikofaktoren für das Auftreten einer Elastose sind:

Selten kann eine Elastose auch durch ionisierende Strahlung (chronische Radiodermatitis) oder bei chronischer Exposition gegenüber Teer (Teerhaut) auftreten. Des Weiteren existieren hereditäre Erkrankungen, die mit einer Elastose einhergehen (z.B. Pseudoxanthoma elasticum).

5 Histologie

In der Histologie der Elastose zeigt sich eine atrophische Epidermis. Subepidermal findet sich ein schmaler Streifen von elastikafreiem Bindegewebe, darunter folgt ein Streifen an elastischen Fasern, die sich in der Elastica-Färbung basophil zeigen. Im Verlauf können diese basophilen Fasern verklumpen und fragmentieren und schließlich zu einem scholligen amorphen Material zusammensintern.

6 Klinik

Klinisch zeigt sich die Haut bei Elastose atrophisch und mit vermehrter Faltenbildung. Teilweise ist die Hautfelderung rhomboid grobgefeldert. Des Weiteren kommt es durch die elastotischen Einlagerungen zur Bildung einer leicht prominenten, hautfarben bis gelblichen Hautfelderung. Typisch ist vor allem das Auftreten an chronisch sonnenexponierten Hautbereichen wie Stirn, Nase, Wange und Nacken. Die Erkrankung zeigt einen chronischen Verlauf. Bei weiterer Sonnenexposition ist mit einer Progression der Hautveränderungen zu rechenn.

Der Verlust an Elastizität führt im Gesicht zur sog. Elastoidosis cutanea nodularis et cystica, am Nacken zur Cutis rhomboidalis nuchae.

7 Therapie

Sonnenschutz ist die wichtigste prophylaktische Maßnahme bei Elastose. Weiterhin kommen topisch applizierte Retinoide in niedrigen Konzentrationen und fettende Cremes zur Anwendung. Um die ästhetische Erscheinung der Hautveränderungen zu verbessern haben sich ablative Lasermethoden etabliert.

Im Rahmen der regelmäßigen Hautkrebsvorsorgeuntersuchungen fallen eventuell mögliche Übergänge in Veränderungen mit Krankheitswert auf. Diese sollten bei Bedarf entsprechend behandelt werden.

Diese Seite wurde zuletzt am 7. September 2020 um 12:55 Uhr bearbeitet.

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