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Als Zeichen der Alterung tritt eine Elastose in Form der [[Elastosis actinica]] auf. Eine ähnliche Form der Elastose ist die [[aktinische Keratose]], die eine [[Präkanzerose]] des [[Spinaliom]]s darstellt.  
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'''Elastose''' ist eine [[pathohistologisch]]e Bezeichnung für eine angeborene oder erworbene [[Degeneration]] des [[Dermis|dermalen]] [[Bindegewebe]]s.
  
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==Weitere Begriffsverwendungen==
Als '''Elastose''' bezeichnet man in der [[Angiologie]] zum einen die Einlagerung elastinähnlicher Substanzen in die [[Gefäß]]wand, zum anderen das Vorkommen von abnormem, gegenüber der [[Elastase]] resistentem [[Elastin]] in die ''Lamina elastica interna'' der Gefäßintima.
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In der [[Angiologie]] beschreibt die Elastose zum einen die Einlagerung elastinähnlicher Substanzen in die [[Gefäß]]wand, zum anderen das Vorkommen von abnormem, gegenüber der [[Elastase]] resistentem [[Elastin]] in der [[Lamina elastica interna]] der [[Tunica intima|Gefäßintima]].
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Eine Elastose entsteht i.d.R. durch [[chronisch]]e [[UV-Strahlung|UV-Exposition]]. Entsprechend ist die Elastose assoziiert mit [[Erythrosis interfollicularis colli]], [[aktinische Keratose|aktinischer Keratose]], [[Lentigo senilis]] und weiteren Hauterkrankungen, die durch UV-Strahlung entstehen können.
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Zusätzliche [[Risikofaktor]]en für das Auftreten einer Elastose sind:
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[[Fachgebiet:Dermatologie]]
 
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[[Tag:Dermis]]
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[[Tag:Elastin]]
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[[Tag:Elastische Faser]]
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[[Tag:Haut]]
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[[Tag:UV-Exposition]]
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[[Tag:UV-Strahlung]]

Aktuelle Version vom 17. Dezember 2019, 23:59 Uhr

Synonyme: Elastosis senilis, Elastosis solaris, aktinische Elastose, solare Elastose, senile Elastose

1 Definition

Elastose ist eine pathohistologische Bezeichnung für eine angeborene oder erworbene Degeneration des dermalen Bindegewebes.

2 Weitere Begriffsverwendungen

In der Angiologie beschreibt die Elastose zum einen die Einlagerung elastinähnlicher Substanzen in die Gefäßwand, zum anderen das Vorkommen von abnormem, gegenüber der Elastase resistentem Elastin in der Lamina elastica interna der Gefäßintima.

3 Pathogenese

Eine Elastose entsteht i.d.R. durch chronische UV-Exposition. Entsprechend ist die Elastose assoziiert mit Erythrosis interfollicularis colli, aktinischer Keratose, Lentigo senilis und weiteren Hauterkrankungen, die durch UV-Strahlung entstehen können.

Zusätzliche Risikofaktoren für das Auftreten einer Elastose sind:

Selten kann eine Elastose auch durch ionisierende Strahlung (chronische Radiodermatitis) oder bei chronischer Exposition gegenüber Teer (Teerhaut) auftreten. Des Weiteren existieren hereditäre Erkrankungen, die mit einer Elastose einhergehen (z.B. Pseudoxanthoma elasticum).

4 Pathohistologie

Pathohistologisch ist die Elastose charakterisiert durch Akkumulation von welligem, faserigem oder scholligem Material im Stratum papillare, das sich in der Elastica-Färbung rot bzw. basophil anfärbt.

5 Klinik

Die Elastose manifestiert sich mit Faltenbildung, insbesondere im Bereich der UV-exponierten Hautareale (Stirn, Nase, Wange, Nacken). Des Weiteren kommt es zu einer hautfarbenen bis leicht gelblichen, pflastersteinartigen Hautfelderung.

Der Verlust an Elastizität führt im Gesicht zur sog. Elastoidosis cutanea nodularis et cystica, am Nacken zur Cutis rhomboidalis nuchae.

Diese Seite wurde zuletzt am 17. Dezember 2019 um 23:59 Uhr bearbeitet.

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