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Eisenmangelanämie: Unterschied zwischen den Versionen

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Die Eisenmangelanämie zeigt ein relativ charakteristisches Symptommuster. Die Krankheitsanzeichen lassen sich dabei grob in zwei Gruppen einteilen:
 
Die Eisenmangelanämie zeigt ein relativ charakteristisches Symptommuster. Die Krankheitsanzeichen lassen sich dabei grob in zwei Gruppen einteilen:
 
===Allgemeinsymptome===
 
===Allgemeinsymptome===
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* Blase der Haut ( unsicher ) und Schleimhaut ( sicherer )
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*Systolischer Gerausch über dem Herzen DD Endocarditis lenta mit Vitium
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* Tachykardie
 
* [[Belastungsdyspnoe]]
 
* [[Belastungsdyspnoe]]
 
* Körperliche Schwäche
 
* Körperliche Schwäche

Version vom 27. November 2015, 18:40 Uhr

Synonyme: Anaemia oligosideraemica, sideropenische Anämie
Englisch: iron deficiency anemia

1 Definition

Die Eisenmangelanämie ist eine Störung des blutbildenden Systems, bei der es aufgrund einer manifesten Verminderung des physiologischen Eisenspiegels (Eisenmangel) zu vermindert Konzentration an Hämoglobin (Anämie) kommt.

Von der typischen Eisenmangelanämie ist die Verwertungsstörung des aufgenommenen Eisens in Form einer sideroachrestischen Anämie abzugrenzen.

siehe auch: Eisenstoffwechsel

2 Epidemiologie

Die Eisenmangelanämie ist die häufigste Anämieform. Die überwiegende Mehrheit (ca. 80%) der Patienten sind Frauen ( Mehrbedarf durch Menstruation, Gravidität und Laktation ). In Europa leiden etwa 10% der Frauen im gebährfähigen Alter unter einer Eisenmangelanämie, in Entwicklungsländern nach Schätzungen mehr als 50%.

3 Ursachen

Die häufigste Ursache für Eisenmangelanämien ist der Eisenverlust durch chronische Blutungen. Als Blutungsquellen kommen unter anderem in Frage:

Als weitere, in Industrieländern seltenere Ursachen lassen sich eine mangelhafte Eisenzufuhr mit der Ernährung (z.B. bei bestimmten Formen des Vegetarismus) oder eine verminderte beziehungsweise gestörte Eisenresorption (beispielsweise bei Enteropathien) identifizieren. Darüber hinaus kann auch ein gesteigerter Eisenbedarf (z.B. bei Gravidität oder in der Stillzeit) einen relativen Eisenmangel erzeugen.

4 Symptome

Die Eisenmangelanämie zeigt ein relativ charakteristisches Symptommuster. Die Krankheitsanzeichen lassen sich dabei grob in zwei Gruppen einteilen:

4.1 Allgemeinsymptome

4.2 Haut- und Schleimhautsymptome

4.2.1 Haut

4.2.2 Hautanhangsgebilde

4.2.3 Mundschleimhaut

4.2.4 Unspezifische psychische oder neurologische Störungen

  • Kopfschmerzen
  • Konzentrazionmangel
  • leischte Erregbarkeit
  • PikazismusPica

5 Diagnostik

5.1 Klinische Untersuchung

5.2 Labor

Die Eisenmangelanämie zeigt die typischen Laborbefunde einer Anämie:

5.2.1 Blutbild

Im Blutbild zeigt sich die typische mikrozytäre, hypochrome Anämie; MCV und MCH sind vermindert. Dies ist für die Diagnose oft schon ausreichend. Als weitere Befunde finden sich:

Im Erythrozytogramm zeigt sich eine typische Verschiebung der Erythrozytenpopulation nach unten links.

5.2.2 Klinische Chemie

Die Laborparameter des Eisenstoffwechsels zeigen folgendes Muster:

5.3 Ursachendiagnostik

Deutlich schwieriger als die Feststellung der Eisenmangelanämie selbst kann die Lokalisation der in Frage kommenden Ursache sein. Sie konzentriert sich zunächst auf den Ausschluss möglicher Blutungsquellen und schließt u.a. die Untersuchung des Magen-Darm-Trakts (Blut im Stuhl) und des Urogenitaltrakts ein. Bei jungen Frauen ist an eine Hypermenorrhoe zu denken. Zum Ausschluß einer gestörten Eisenaufnahme kann ein Eisenresorptionstest durchgeführt werden.

6 Therapie

Die Kausaltherapie umfasst die Beseitigung der Blutungsursache. Symptomatisch erfolgt die Eisensupplementation, in der Regel per os, in Ausnahmefällen parenteral.

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