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* Pflanzenabkochungen (z.B Kamille), besondere Vorsicht bei [[Allergie]]n, wegen Gefahr von anaphylaktischen Schock
 
* Pflanzenabkochungen (z.B Kamille), besondere Vorsicht bei [[Allergie]]n, wegen Gefahr von anaphylaktischen Schock
  

Version vom 22. April 2014, 09:52 Uhr

Synonyme: Klistier, Klysma, Einlaufmittel, Darmeinlauf
Englisch: enema, clyster
Griechisch: "Klysteer" ("der Spüler") und "Klysterion" ("Reinigung")

1 Definition

Ein Einlauf ist das Einleiten einer Flüssigkeit, meist Wasser, über den Anus in den Darm.

2 Indikation

Einläufe werden aus diagnostischen und therapeutischen Gründen eingesetzt:

2.1 Diagnostische Einläufe

2.2 Therapeutische Einläufe

Einläufe werden auch aus nichtmedizinischen Gründen, z.B. im Rahmen bestimmter Sexualpraktiken angewendet (Klinikerotik, Analverkehr)

3 Flüssigkeitsmenge

Flüssigkeitsmengen variieren abhängig vom Alter und Konstitution des Patienten:

  • Säugling : 50 - 80 ml
  • Kleinkind : 300 - 500 ml
  • Schulkind : 500 - 1000 ml
  • Jugendliche : 1000 - 1700 ml
  • Erwachsene : 1700 - 2500 ml

Mikroklistiere enthalten jedoch nur ca. 5 ml und dienen zur Verabreichung von Medikamenten.

4 Zusätze

Abhängig von der Anforderung an die Darmentleerung kommen unterschiedliche Zusätze in Einläufen zum Einsatz:

5 Formen

Neben dem klassischen Klistier gibt es weitere spezielle Formen von Einläufen, z.B.:

6 Geräte

Je nach Art des Einlaufs kommen unterschiedliche Geräte zum Einsatz:

  • Klistier
  • Irrigator
  • Spülbeutel
  • Darmrohr
  • Ballondarmrohr

7 Kontraindikation

Es gibt unterschiedliche Vorraussetzungen, warum ein Einlauf notwendig wird und durchgeführt werden kann. Darmeinlauf darf jedoch kontraindiziert, bzw. nur unter ausdrücklicher Anweisung des Arztes, wenn:

Guter Hinweis. Danke.
#2 am 22.08.2018 von Dr. Frank Antwerpes (Arzt)
nie Aqua dest. oder Aqua bidest. verwenden sondern nur isotonische Spüllösungen sonst kommt es zur Elektrolytverschiebung mit Blutdruckkrise und ggf. Hirnblutung (1 tödlicher Ausgang beobachtet). Gruß Dr. Sandvoß
#1 am 21.08.2018 von Dr. med. Gerd Sandvoß (Arzt)

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