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Ehlers-Danlos-Syndrom Typ III: Unterschied zwischen den Versionen

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*in schlimmeren Fällen ist die Versorgung mit einem Elektrorollstuhl notwendig, wobei darauf zu achten ist das die Federung sehr weich ist (Hydraulisch).
 
*in schlimmeren Fällen ist die Versorgung mit einem Elektrorollstuhl notwendig, wobei darauf zu achten ist das die Federung sehr weich ist (Hydraulisch).
 
* Krankengymnastik, Schwimmen
 
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Der Ausblick für Menschen mit EDS hängt vom Typ ab, mit dem sie diagnostiziert worden sind. Die Symptome variieren sogar innerhalb der Subtypen und die Häufigkeit von Komplikationen ist von Patient zu Patient unterschiedlich. Manche haben nur geringfügige Einschränkungen, während andere durch die Schwere im täglichen Leben stark eingeschränkt sind. Extreme Gelenkinstabilität, Schmerzen und Wirbelsäulendeformation können die Mobilität stark einschränken. Die meisten Betroffenen haben eine normale Lebenserwartung. Allerdings sind Patienten mit Gefäßbeteiligung einem erhöhten Risiko von schwerwiegenden Komplikationen ausgesetzt.
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EDS ist ein lebenslänglicher Zustand mit meist progredientem Verlauf. Betroffene sehen sich mit sozialen Hindernissen wegen ihrer Krankheit konfrontiert. Einige Patienten berichten von Ängsten vor schwerwiegenden und schmerzhaften Rupturen, vor Verschlimmerung des Zustandes, vor Arbeitslosigkeit wegen ihrer physischen und emotionalen Lasten sowie vor sozialer Ausgrenzung im Allgemeinen. Eine Gentherapie oder andere Ansätze für eine Heilung sind nicht in Sicht, Studien dazu sind bisher nicht bekannt.
 
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Version vom 4. Februar 2014, 21:34 Uhr

Synonyme: EDS Typ III, hypermobiler EDS-Typ

1 Definition

Das Ehlers-Danlos-Syndrom Typ III ist eine genetisch bedingte Erkrankung, bei der es zu einer Störung der Kollagensynthese kommt.

2 Epidemiologie

Die geschätzte Prävalenz des Ehlers-Danlos-Syndroms Typ III beträgt etwa 1:5.000 bis 1:20.000. Damit ist der Typ III die häufigste Form des Ehlers-Danlos-Syndroms.

3 Ätiologie

Die Ätiologie ist zur Zeit (2009) noch nicht vollständig geklärt. Bei einem Teil der Patienten ist eine Mutation der Gene TNXB oder COL3A1 auslösend für die Erkrankung. Bei diesen Patienten sind reduzierte Spiegel des Glykoproteins Tenascin-X nachweisbar.

Man vermutet, dass das Ehlers-Danlos-Syndrom Typ III auf einer Haploinsuffizienz beruht. Sie führt zu einer veränderten Morphologie (Frakturierung) der elastischen Fasern und zu einer verminderten Kollagendichte. Die Kollagenfibrillen selbst weisen keine strukturellen Auffälligkeiten auf.

Der EDS Typ III wird autosomal-dominant vererbt.

4 Klinik

Die Expression des Gendefekt kann unterschiedlich ausgeprägt sein. Die Erkrankung wird oft erst nach einer langen Verlaufsdauer (> 20 Jahre) erkannt. Die charakteristischen Zeichen der klassischen, vaskulären EDS-Typen (Haut- und Gefäßverletzlichkeit) fehlen bei einem EDS Typ III in der Regel. Die Haut ist zwar weich, aber nur wenig oder gar nicht überdehnbar.

Zu den wichtigsten Symptomen zählen:

  • Überbeweglichkeit der Gelenke
  • Häufige Luxationen bzw. Subluxationen
  • Gelenkschmerzen (infolge der Überbeweglichkeit)
  • vermindertes ansprechen bei Lokalanästhesie beachten
  • frühzeitige Arthrose
  • Skoliose/Kyphose
  • Hüftdysplasie
  • Hernie
  • Degeneration der Bandscheiben
  • Zysten an Gelenken
  • Schwäche
  • Müdigkeit/Erschöpfungssyndrom

Als weitere Symptome können hinzutreten:

Eine positive Familienanamnese kann die Diagnose stützen. Kinder mit Ehlers-Danlos-Syndrom Typ III lernen häufig erst recht spät Laufen, da sie ihre Überbeweglichkeit kompensieren müssen.

Cave: Patienten mit EDS Typ III werden aufgrund der Seltenheit des Krankheitsbildes häufig unberechtigt als Simulanten oder Hypochonder abgestempelt.

5 Diagnostik

Die Diagnose erfolgt durch Nachweis des Gendefekts in Blutzellen. Dazu wird die aus den Blutzellen gewonnene DNA amplifiziert und anschießend einer DNA-Sequenzanalyse unterworfen.

6 Therapie

Das Ehlers-Danlos-Syndrom Typ III ist zur Zeit (2010) nicht heilbar. Wie bei anderen genetisch bedingten Erkrankungen, würde nur die rechtzeitige Gentherapie eine Option darstellen. So lange diese Therapie nicht verfügbar ist, erfolgt die Behandlung rein symptomatisch, z.B. durch:

7 Prognose

Der Ausblick für Menschen mit EDS hängt vom Typ ab, mit dem sie diagnostiziert worden sind. Die Symptome variieren sogar innerhalb der Subtypen und die Häufigkeit von Komplikationen ist von Patient zu Patient unterschiedlich. Manche haben nur geringfügige Einschränkungen, während andere durch die Schwere im täglichen Leben stark eingeschränkt sind. Extreme Gelenkinstabilität, Schmerzen und Wirbelsäulendeformation können die Mobilität stark einschränken. Die meisten Betroffenen haben eine normale Lebenserwartung. Allerdings sind Patienten mit Gefäßbeteiligung einem erhöhten Risiko von schwerwiegenden Komplikationen ausgesetzt. EDS ist ein lebenslänglicher Zustand mit meist progredientem Verlauf. Betroffene sehen sich mit sozialen Hindernissen wegen ihrer Krankheit konfrontiert. Einige Patienten berichten von Ängsten vor schwerwiegenden und schmerzhaften Rupturen, vor Verschlimmerung des Zustandes, vor Arbeitslosigkeit wegen ihrer physischen und emotionalen Lasten sowie vor sozialer Ausgrenzung im Allgemeinen. Eine Gentherapie oder andere Ansätze für eine Heilung sind nicht in Sicht, Studien dazu sind bisher nicht bekannt.

Diese Seite wurde zuletzt am 21. November 2009 um 15:26 Uhr bearbeitet.

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