Bitte logge Dich ein, um diesen Artikel zu bearbeiten.
Bearbeiten

Dyslipoproteinämie

Version vom 26. September 2004, 19:33 Uhr von A. Koenitz (Diskussion | Beiträge)

1 Definition

Unter einer Dyslipoproteinämie versteht man ein gestörtes Verhältnis der Lipoproteinfraktionen im Blutserum, besonders das Missverhältnis von HDL zu LDL.

Der Begriff wird häufig gleichbedeutend mit Hyperlipoproteinämie verwendet. Dieser Begriff bezeichnet jedoch streng genommen kein Missverhältnis, sondern eine erhöhte Konzentration von Lipoproteinen im Blutserum. Dyslipoproteinämie und Hyperlipoproteinämie liegen jedoch häufig gleichzeitig vor und haben die gleichen therapeutischen Konsequenzen, so dass die Unterscheidung für den klinischen Alltag wenig Relevanz hat.

2 Einteilung

  • Primäre, hereditäre Form (autosomal dominant vererbt), eingeteilt nach Fredrickson in fünf Gruppen mit unterschiedlichem Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen
  • Sekundäre, erworbene Form auf dem Boden von Stoffwechselerkrankungen wie Dabetes mellitus und anderen Erkrankungen. Meist im Rahem einer alimentären Adipositas.

3 Diagnostik

Es werden zur Ermittlung des kardiovaskulären Risikos üblicherweise Gesamtcholesterin, LDL-Cholesterin, HDL-Cholesterin und Triglyceride bestimmt. Als pathologisch werden LDL > 130 mg/dl und HDL < 35 mg/dl oder ein Quotient aus LDL/HDL > 5 angesehen.

4 Therapie

Die Therapie besteht in erster Linie aus einer entsprechenden Diät (hypokalorische Mischkost). In Abhängigkeit vom Gesamtrisiko kann das LDL-Cholesterin zusätzlich durch eine medikamentöse Therapie mit CSE-Hemmern gesenkt werden. Ziel ist hierbei das Absenken des LDL auf < 100 mg/dl.

Um diesen Artikel zu kommentieren, melde Dich bitte an.

Klicke hier, um einen neuen Artikel im DocCheck Flexikon anzulegen.

Letzte Autoren des Artikels:

40 Wertungen (3.63 ø)

87.174 Aufrufe

Hast du eine allgemeine Frage?
Hast du eine Frage zum Inhalt?
Copyright ©2020 DocCheck Medical Services GmbH | zur mobilen Ansicht wechseln
DocCheck folgen: