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Ductus arteriosus: Unterschied zwischen den Versionen

 
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Der Ductus arteriosus entwickelt sich aus der linken 6. [[Kiemenbogenarterie]]. Er ist vor der Geburt eine physiologische Kurzschlussverbindung ([[Shunt]]), welche den [[Lungenkreislauf]] umgeht.   
Da die fetale [[Lunge]] im Uterus noch nicht belüftet wird, wäre eine signifikante [[Lungendurchblutung]] für den Fetus unökonomisch - daher fließt das [[Blut]] über den Ductus arteriosus aus dem Truncus pulmonalis direkt in die Aorta.
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Da die fetale [[Lunge]] im Uterus noch nicht belüftet wird, wäre eine signifikante [[Lungendurchblutung]] für den Fetus unökonomisch - daher fließt das [[Blut]] über den Ductus arteriosus aus dem [[Truncus pulmonalis]] direkt in die [[Aorta descendens]].
  
 
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Den fehlenden Verschluss des Ductus arteriosus nach der Geburt bezeichnet man als persistierenden Ductus arteriosus ([[Ductus arteriosus Botalli apertus]]).
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Den fehlenden Verschluss des Ductus arteriosus nach der Geburt bezeichnet man als persistierenden Ductus arteriosus ([[Ductus arteriosus Botalli apertus]]). Dieser ist u. a. Bestandteil der [[Gregg-Trias]], der charakteristischen Symptomkonstellation beim Vollbild der [[Rötelnembryopathie]].
  
 
Der Ductus arteriosus kann durch das Prostaglandin E1-Derivat [[Alprostadil]] passager offen gehalten werden.
 
Der Ductus arteriosus kann durch das Prostaglandin E1-Derivat [[Alprostadil]] passager offen gehalten werden.

Aktuelle Version vom 4. Februar 2018, 16:58 Uhr

Synonym: Ductus arteriosus Botalli, DAB, Ductus aorticus
Englisch: ductus arteriosus, DA

1 Definition

Der Ductus arteriosus ist eine Gefäßverbindung zwischen der Aorta und dem Truncus pulmonalis, die im fetalen Blutkreislauf besteht und nach der Geburt normalerweise obliteriert.

2 Embryologie

Der Ductus arteriosus entwickelt sich aus der linken 6. Kiemenbogenarterie. Er ist vor der Geburt eine physiologische Kurzschlussverbindung (Shunt), welche den Lungenkreislauf umgeht. Da die fetale Lunge im Uterus noch nicht belüftet wird, wäre eine signifikante Lungendurchblutung für den Fetus unökonomisch - daher fließt das Blut über den Ductus arteriosus aus dem Truncus pulmonalis direkt in die Aorta descendens.

3 Verschluss des Ductus arteriosus

Normalerweise beginnt sich der Ductus arteriosus sukzessive zu verschließen, wenn nach der Geburt die Atmung des Kindes einsetzt. Dieser Prozess ist in der Regel nach etwa 10 Tagen abgeschlossen. Zurück bleibt ein dünner Bindegewebsstrang, das Ligamentum arteriosum.

4 Klinik

Den fehlenden Verschluss des Ductus arteriosus nach der Geburt bezeichnet man als persistierenden Ductus arteriosus (Ductus arteriosus Botalli apertus). Dieser ist u. a. Bestandteil der Gregg-Trias, der charakteristischen Symptomkonstellation beim Vollbild der Rötelnembryopathie.

Der Ductus arteriosus kann durch das Prostaglandin E1-Derivat Alprostadil passager offen gehalten werden.

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