Bitte logge Dich ein, um diesen Artikel zu bearbeiten.
Bearbeiten

Dual Energy X-ray Absorptiometry

Version vom 11. Oktober 2006, 15:34 Uhr von 195.82.66.147 (Diskussion)

Synonym: DEXA, DXA, Doppelröntgenenergieabsorptiometrie

1 Definition

Die Dual Energy X-ray Absorptiometry ist das am weitesten verbreitete Verfahren zur Osteodensitometrie. Mittels DEXA können Messungen der Knochendichte am ganzen Körper, bevorzugt an Wirbelsäule, Oberschenkel (Schenkelhals) und anderen speziellen Regionen bestimmt werden.

2 Technik

Das zu untersuchunde Areal wird mit Röntgenstrahlung durchstrahlt. Dabei wird die Absorption der Strahlung erfasst. Die dreimensionale Struktur des Knochens wird dabei zweidimensional abgebildet. Die durch den Grad der Absorption ermittelte Masse der Kalziumkristalle pro Volumen wird als Summationsbild der Röntgenmessung in g/cm2 angegeben. Die Messung erfolgt mit großen Ganzkörpergeräten oder kleineren Geräten für periphere Messungen.

Die Dual Energy X-ray Absorptiometry ist ein planares Messverfahren, dass die Knochendichte auf eine Fläche bezogen angibt. Der durch DEXA erhältliche Messwert ist ein Integralwert zwischen dem Wert für Spongiosa und Kortikalis des Knochens. Aus diesem Umstand ergeben sich die Nachteile der Dual Energy X-ray Absorptiometry.

Die ermittelte Knochendichte wird als T-Score oder Z-Score angegeben.

3 Perspektiven

Die Dual Energy X-ray Absorptiometry ist derzeit (2005) Goldstandard der Osteodensitometrie. Vorteilhaft ist das Vorliegen internationaler Standards und die im Vergleich zu anderen densitometrischen Verfahren höhere Validierung des Verfahrens in Therapiestudien. Weitere Vorteile der DEXA sind:

  • weite Verbreitung der Geräte
  • geringste Strahlenbelastung (10-30 μS)
  • kurze, schmerzlose Messung

Nachteile der Dual Energy X-ray Absorptiometry ergeben sich aus der Planarität des Verfahrens, die keine differenzierte Beurteilung der Spongiosastruktur erlauben. Die Messung der Knochendichte an der Wirbelsäule ist bei vorliegen degenerativer Prozesse oder einer Kalzifikation der Aorta fehlerhaft (zu hohe Werte). Bei Messung am Schenkelhals ist aufgrund des umgebenden Weichteilmantels (Fettgewebe, Muskeln) die Sensitivität des Verfahrens eingeschränkt.

Zur differenzierten Beurteilung und Diagnose einer Osteoporose sollten daher DEXA-Messungen sowohl am Schenkelhals als auch an der Lendenwirbelsäule vorgenommen werden. Aufgrund der geringen Strahlenbelastung eignet sich die Dual Energy X-ray Absorptiometry zu wiederholten Messungen in regelmäßigen Intervallen.

Diese Seite wurde zuletzt am 15. November 2016 um 15:57 Uhr bearbeitet.

Um diesen Artikel zu kommentieren, melde Dich bitte an.

Klicke hier, um einen neuen Artikel im DocCheck Flexikon anzulegen.

Artikel wurde erstellt von:

Letzte Autoren des Artikels:

15 Wertungen (2.73 ø)

32.483 Aufrufe

Copyright ©2021 DocCheck Medical Services GmbH | zur mobilen Ansicht wechseln
DocCheck folgen: