Dressler-Myokarditis

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nach William Dressler (1890 bis 1969), amerikanischer Arzt
Synonym: Postmyokardinfarkt-Syndrom (PMS), PMI-Syndrom, postinfarktionelle Myokarditis, Myokardinfarkt-Spätsyndrom
Englisch: Dressler's myocarditis

1 Definition

Die Dressler-Myokarditis ist eine relativ seltene, das Myokard betreffende Entzündung (Myokarditis), die typischerweise Tage bis Wochen nach einem Myokardinfarkt auftritt.

2 Ätiologie

Die Entstehung der Dressler-Myokarditis ist noch nicht ausreichend verstanden. Die heute (2005) gängigste Theorie beschreibt die Entstehung und Ablagerung von Immunkomplexen im Bereich des geschädigten Herzmuskelgewebes, die zu einer konsekutiven Immunreaktion mit Zeichen einer abakteriellen Entzündung führt.

3 Symptomatik

Die Symptome der Dressler-Myokarditis sind vielgestaltig. Neben allgemeinen Entzündungszeichen wie Fieber können auch eine Perikarditis, Pleuritis und Zeichen einer abakteriellen Pneumonie, gegebenenfalls mit blutigem Sputum, auftreten. Laborchemisch sieht man eine Leukozytose und ein erhöhtes CRP.

Daneben finden sich wiederholte Brustschmerzen (Angina pectoris), die einen Myokardinfarkt imitieren, aber im Hinblick auf die Infarktmarker und elektrophysiologisch unauffällig sind.

Anhaltspunkte, an denen das Symptom erkannt werden kann, können ein schneller und deutlicher Abfall der körperlichen Leistungsfähigkeit sein, einhergehend u.U. mit höherem Puls. Das Auftreten von Fieber ist nicht obligatorisch.

Autoren: https://flexikon.doccheck.com/de/index.php?title=Dressler-Myokarditis&action=history

Quelle: https://flexikon.doccheck.com/de/Dressler-Myokarditis

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