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Dorian-Gray-Syndrom: Unterschied zwischen den Versionen

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'''1 Definition'''
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''nach dem Roman "Das Bildnis des Dorian Gray" von Oscar Wilde''
  
Das Dorian-Gray Syndrom ist eine Störung der [[Selbstwahrnehmung]], in der der Patient den Wunsch äußert nicht zu altern und eine mangelnde Akzeptanz gegenüber des eigenen Aussehens zeigt. Sie wurde von Burkhardt Brosig um Jahr 2000 geprägt. Der Name des Syndroms ist an den Roman "Das Bildnis des Dorian Gray" von Oscar Wilde angelehnt, in dem der Protagonist nicht altert.  
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==Definition==
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Unter dem '''Dorian-Gray-Syndrom''' versteht man das Konzept einer [[Psychische Störung|psychischen Störung]], die durch [[Narzissmus]], [[Dysmorphophobie]] und mangelnde Persönlichkeitsreife gekennzeichnet ist. Die Betroffenen definieren sich stark über ihr Aussehen und haben Schwierigkeiten, die Auswirkungen des physiologischen [[Alterung]]sprozesses zu akzeptieren.  
  
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==Hintergrund==
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Der Begriff des Dorian-Gray-Syndroms wurde um das Jahr 2000 vom Gießener Psychologen Burkhardt Brosig geprägt. Es ist in Fachkreisen umstritten, ob es sich dabei um ein definiertes psychisches Krankheitsbild oder eine "[[Modediagnose]]" handelt.
  
'''2 Ursache'''
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==Epidemiologie==
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Das Auftreten der Erkrankung wird ohne konkrete Datenlage auf etwa 2-3% der Gesamtbevölkerung geschätzt.
  
Als Ursache wird ein, durch die Gesellschaft akzeptiertes Schönheitsideal, erschaffener Druck gezählt. Dem Patienten wird das Schönheitsideal als höchstes zu erreichendes Ziel dargestellt, er fühlt sich im Vergleich mit diesem Schönheitsideal minderwertig. Des weiteren haben betroffene Patienten ein Problem beim auseinandersetzen mit dem eigenen [[Alterungsprozess]].  
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==Symptome==
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* Übermäßige Beschäftigung und Unzufriedenheit mit der eigenen Erscheinung
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* Minimale Fehler des Erscheinungsbildes führen zu [[Minderwertigkeitskomplex]]en und sozialem Rückzug
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* Auffallende Diskrepanz zwischen Eigen- und Fremdwahrnehmung
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* Starker Wunsch, die eigene Jugendlichkeit zu bewahren
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* [[Konsultation]] von Ärzten mit dem Ziel der Verschreibung von [[Lifestyle-Medikament]]en oder der Durchführung von [[Schönheitsoperation]]en
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Mit stärkerer Ausprägung der Symptome kann der Patient eine [[Depression]] entwickeln und ggf. [[suizidal]]e Tendenzen aufweisen.
  
 
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==Therapie==
'''3 Verbreitung'''
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Für die Therapie des Dorian-Gray-Syndroms gibt es zur Zeit keine allgemeinen therapeutischen Empfehlungen. Die Therapie orientiert sich an der Behandlung der [[narzisstische Persönlichkeitsstörung|narzisstischen Persönlichkeitsstörung]] und besteht aus [[Psychotherapie]] bzw. [[Gesprächstherapie]].
 
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[[Fachgebiet:Psychologie]]
Das Auftreten der Erkrankung wird auf etwa 2-3% der Gesamtbevölkerung geschätzt.
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[[Tag:Psychische Störung]]
 
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'''4 Symptome'''
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Zu Anfang treten Beschwerden beim Patienten in Form von folgen Punkten auf:
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* Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper
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* [[Minderwertigkeitskomplex]]e
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* Auffallende Diskrepanz zwischen Eigen -und Fremdwahrnehmung
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Um diese Beschwerden, bzw. die Unzufriedenheit zu beenden und sich dem imaginären Ideal anzugleichen nutzt der Patient moderne Medizin in Form von:
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* Haarwuchsmittel
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* Potenzmittel
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* Appetitzügler
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* [[Ästhetische Operationen]]
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Da diese Therapien nicht den erwünschten Erfolg auf Dauer sichern können, kann der Patient in Depressionen verfallen. Des weiteren ist auffällig, dass der Patient eine mangelnde seelische Reife aufweist, die zur Unfähigkeit führt menschliche Bindungen auf Dauer einzugehen. Dies führt zur fortschreitenden Isolation und einer möglichen Verstärkung der [[Depression]]. Des weiteren kann es im weiteren Verlauf der Erkrankung zu selbstschädigenden Maßnahmen kommen. 
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'''4 Therapie'''
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Die Therapie des Dorian-Gray Syndrom erfolgt im Rahmen einer Psychotherapie. Dabei wird versucht beim Patienten ein Problembewusstsein zu erschaffen. Im weiteren Verlauf wird versucht das Selbstwertgefühl des Patienten aufzubauen und die Innere Unsicherheit zu nehmen.
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[[Tag:Wahrnehmungsstörung]]
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Aktuelle Version vom 2. Oktober 2017, 23:53 Uhr

nach dem Roman "Das Bildnis des Dorian Gray" von Oscar Wilde

1 Definition

Unter dem Dorian-Gray-Syndrom versteht man das Konzept einer psychischen Störung, die durch Narzissmus, Dysmorphophobie und mangelnde Persönlichkeitsreife gekennzeichnet ist. Die Betroffenen definieren sich stark über ihr Aussehen und haben Schwierigkeiten, die Auswirkungen des physiologischen Alterungsprozesses zu akzeptieren.

2 Hintergrund

Der Begriff des Dorian-Gray-Syndroms wurde um das Jahr 2000 vom Gießener Psychologen Burkhardt Brosig geprägt. Es ist in Fachkreisen umstritten, ob es sich dabei um ein definiertes psychisches Krankheitsbild oder eine "Modediagnose" handelt.

3 Epidemiologie

Das Auftreten der Erkrankung wird ohne konkrete Datenlage auf etwa 2-3% der Gesamtbevölkerung geschätzt.

4 Symptome

  • Übermäßige Beschäftigung und Unzufriedenheit mit der eigenen Erscheinung
  • Minimale Fehler des Erscheinungsbildes führen zu Minderwertigkeitskomplexen und sozialem Rückzug
  • Auffallende Diskrepanz zwischen Eigen- und Fremdwahrnehmung
  • Starker Wunsch, die eigene Jugendlichkeit zu bewahren
  • Konsultation von Ärzten mit dem Ziel der Verschreibung von Lifestyle-Medikamenten oder der Durchführung von Schönheitsoperationen

Mit stärkerer Ausprägung der Symptome kann der Patient eine Depression entwickeln und ggf. suizidale Tendenzen aufweisen.

5 Therapie

Für die Therapie des Dorian-Gray-Syndroms gibt es zur Zeit keine allgemeinen therapeutischen Empfehlungen. Die Therapie orientiert sich an der Behandlung der narzisstischen Persönlichkeitsstörung und besteht aus Psychotherapie bzw. Gesprächstherapie.

Fachgebiete: Psychologie

Diese Seite wurde zuletzt am 2. Oktober 2017 um 23:53 Uhr bearbeitet.

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