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Dissoziative Störung

Version vom 31. Januar 2012, 13:56 Uhr von Linnea Mathies (Diskussion | Beiträge)

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1 Definition

Als dissoziative Störung (Konversionsstörung) bezeichnet man in der Psychologie den teilweisen oder völligen Verlust der normalen Erinnerung, des Identitätsbewußtseins, der Wahrnehmung der eigenen Person oder Umwelt, der Empfindungen (Schmerz, Angst, Hunger) sowie der Kontrolle über den eigenen Körper.

Es sind also unterschiedliche Symptome, deren gemeinsames Merkmal es ist, dass zwar kein Zusammenhang zwischen körperlicher Krankheit und den gezeigten Symptomen nachgewiesen werden kann, aber es einen zeitlichen Zusammenhang zwischen gezeigten Symptomen und belastenden Ereignissen gibt.

1.1 Einteilung nach ICD-10

  • Dissoziative Amnesie (F 44.0) - völliges oder teilweises Fehlen von Erinnerungen, vor allem an belastende Ereignisse und weit über das normale Maß an Vergesslichkeit hinausgehend
  • Dissoziative Fugue (F 44.1) - Unerwartetes Verlassen der gewohnten Umgebung, teilweise oder vollständige Amnesie für den Zeitraum der Fugue
  • Dissoziativer Stupor (F. 44.2) - Normale Körperhaltung, Muskelspannung und Atmung bei verminderter Reaktion auf Reize
  • Trance und Besessenheitszustände (F 44.3)
  • Dissoziative Bewegungsstörungen (F 44.4) - Bewegungsminderung oder -unfähigkeit oder Koordinationsstörungen, Ataxie, Tremor, Dystonie, Myoklonie
  • Dissoziative Krampfanfälle (F 44.5) - erinnern an eine Epilepsie, gehen aber nicht mit Bewusstseinsverlust, Sturzverletzungen oder Urininkontinenz einher
  • Dissoziative Sensibilitäts- und Empfindungsstörungen (F 44.6) - Störungen der Berührungsempfindung oder der Sinne wie Sehen, Hören, Riechen
  • Eine Kombination verschiedener dissoziativer Störungen (F 44.7)
  • Sonstige dissoziative Störungen (F 44.8x) - hierunter fallen beispielsweise die dissoziative Identitätsstörung und das Ganser-Syndrom

2 Diagnose

Verschiedene Fragebögen zur Selbst- und Fremdbeurteilung, wie das Structured Clinical Interview for DSM-IV Dissociative Disorders (SCID-D), können eingesetzt werden.

Fachgebiete: Psychiatrie, Psychologie

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