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Diploevene: Unterschied zwischen den Versionen

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==Definition==
 
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Bei den '''Venae diploicae''' handelt es sich um vier in der doppelschicht des Schädeldaches ([[Diploe|Diploë]]) verlaufende [[Vene]]n, welche über die [[Emissarvene|Venae Emissariae]] mit dem venösen [[Hirnsinus]] (Sinus dura matris) und den oberflächlichen Schädelvenen in Verbindung stehen.
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Bei den '''Diploevenen''', lateinisch '''Venae diploicae''', handelt es sich um [[Vene]]n im Schädeldach ([[Diploe|Diploë]]), die über die [[Emissarvene]]n (Venae emissariae) mit den venösen [[Hirnsinus]] (Sinus dura matris) und den oberflächlichen Schädelvenen in Verbindung stehen.
  
 
== Anatomie ==
 
== Anatomie ==
Die Venae diploicae teilen sich in :
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Die Venae diploicae haben 4 Hauptabflussstämme:
* '''Vena diploica frontalis''', sie drainiert nach außen den vorderen Schädelknochen ([[Os frontale]]) in die Vena supraorbitalis und nach innen in den sinus sagitalis superior.
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* [[Vena diploica frontalis]]: Sie drainiert den vorderen Schädelknochen ([[Os frontale]]) nach außen in die [[Vena supraorbitalis]] und nach innen in den [[Sinus sagitalis superior]].
 
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* [[Vena diploica occipitalis]]. Die größte der Diploë-Venen drainiert das [[Os occipitale]] in die [[Vena occipitalis]], den [[Sinus transversus]] und in das [[Confluens sinuum]].
* '''Vena diploica occipitalis''', die größte der Diploë-Venen drainiert den Hinterhauptsknochen ([[Os occipitale]]) in die Vena occipitalis, den [[Sinus transversus]] und in das [[Confluens sinuum]].
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* [[Vena diploica temporalis anterior]]: Sie drainiert den [[lateral]]en Anteil des [[Os parietale]] und steht nach [[intrakraniell]] in Verbindung mit dem [[Sinus sphenoparietalis]], sowie nach [[extrakraniell]] - über das [[Foramen parietale]] des großen [[Keilbeinflügel]]s - mit der [[Vena temporalis profunda]].
 
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* [[Vena diploica temporalis posterior]]: Sie drainiert das venöse Blut des [[Os parietale]] durch eine Öffnung im [[Os mastoideum]] oder das [[Foramen mastoideum]] in den [[Sinus transversus]]
* '''Vena diploica temporalis anterior''', sie drainiert den externen lateralen Anteil des fronto-anterioren Scheitelbeinknochens ([[Os parietale]]) und steht in Verbindung mit dem [[Sinus sphenoparietalis]] über die  im inneren des Schädels sowie der [[Vena temporalis profunda]] über eine Öffnung des großen [[Keilbeinflügel]]s ([[Foramen parietale]]).
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* '''Vena diploica temporalis posterior''', sie drainiert das venöse Blut des Scheitelbeinknochens ([[Os parietale]]) in den [[Sinus transversus]] durch eine Öffnung im [[Os mastoideum]] (Brustwarzenförmiger Knochen) oder durch das [[Foramen mastoideum]].
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Kleinere Venenstämme können den Schädel am Condylusrand als Venae emissaria condylaris verlassen und sich zu einem Veneplexus (Plexus venosus vertebralis externus) verbinden.
 
Kleinere Venenstämme können den Schädel am Condylusrand als Venae emissaria condylaris verlassen und sich zu einem Veneplexus (Plexus venosus vertebralis externus) verbinden.
  
 
== Klinik ==
 
== Klinik ==
Durch die direkte Verbindung zu den Hirnhäuten können [[Bakterie]]n von der [[Kopfschwarte]]   (Skalp) bis zur harten [[Hirnhaut]] (Dura mater) vordringen und so [[Infektion]]en wie die [[Meningitis]] verursachen.
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Durch die direkte Verbindung zu den Hirnhäuten können [[Bakterie]]n von der [[Kopfschwarte]] bis zur [[Dura mater]] vordringen und so [[Infektion]]en wie eine [[Meningitis]] verursachen.
 
[[Fachgebiet:Kopf und Hals]]
 
[[Fachgebiet:Kopf und Hals]]
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[[Tag:Vene]]

Version vom 3. März 2013, 16:04 Uhr

Synonyme: Venae diploicae, Diploëvenen, Breschet-Venen
Englisch: diploic veins

1 Definition

Bei den Diploevenen, lateinisch Venae diploicae, handelt es sich um Venen im Schädeldach (Diploë), die über die Emissarvenen (Venae emissariae) mit den venösen Hirnsinus (Sinus dura matris) und den oberflächlichen Schädelvenen in Verbindung stehen.

2 Anatomie

Die Venae diploicae haben 4 Hauptabflussstämme:

Kleinere Venenstämme können den Schädel am Condylusrand als Venae emissaria condylaris verlassen und sich zu einem Veneplexus (Plexus venosus vertebralis externus) verbinden.

3 Klinik

Durch die direkte Verbindung zu den Hirnhäuten können Bakterien von der Kopfschwarte bis zur Dura mater vordringen und so Infektionen wie eine Meningitis verursachen.

Tags:

Fachgebiete: Kopf und Hals

Diese Seite wurde zuletzt am 2. März 2013 um 19:55 Uhr bearbeitet.

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