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Dipeptidylpeptidase IV: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 16. August 2007, 12:00 Uhr

1 Definition

Dipeptidyl-Peptidase IV (DPP-4) ist ein ubiquitär vorhandenes Enzym, das im Endothel verschiedener Organe und auch frei zirkulierend im Plasma messbar ist. DPP-4 wird auch auf der Zellmembran aktivierter T-Lymphozyten als CD 26 exprimiert.

2 Wirkungsweise

DPP-4 spaltet spezifisch Peptide mit einem Alanin oder Prolin in Position 2 des N-Terminus der Peptidkette. Dazu zählt auch das Darmhormon Glucagon-like Peptide-1 (GLP-1), welches die Insulinsekretion nach Mahlzeiten entscheidend anregt und deshalb in den Blickpunkt der Diabetologie gerückt ist.
Als Spaltprodukte von GLP-1 entstehen ein Dipeptid (His-Ala) sowie GLP-1(9 – 36)amid, das biologisch keine GLP-1-typische Wirkung hat und unter bestimmten Bedingungen sogar GLP-1-antagonistische Wirkungen aufweist. Neben GLP-1 sind auch das wirkungsähnliche Gastric Inhibitory Polypeptide (GIP) und andere Peptide wie Pituitary Adenylate Cyclase Activating Polypeptide (PACAP) Substrate der DPP-4. Die Affinität der DPP-4 ist gegenüber GLP-1 jedoch höher als gegenüber GIP, so daß GIP ein schwächeres Substrat ist.

Auf Basis dieser Erkenntnise sind DDP-4-Inhibitoren entwickelt worden, die den Abbau von GLP-1 durch DPP-4 hemmen und somit als Antidiabtika eingesetzt werden.

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