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Dihydroergotoxin: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Dihydroergotoxin''' stellt ein Gemisch aus vier [[Substanz]]en dar, nämlich [[Dihydroergocristin]], [[Dihydroergocornin]], [[Alpha-Dihydrogergocryptin]] und [[Beta-Dihydroergocryptin]], und gehört zur Gruppe der [[Antidementivum|Antidementiva]]. Der [[Wirkstoff]] kommt zur Verbesserung der [[Hirn]]leistungsfähigkeit und Senkung des [[Bluthochdruck]]s bei älteren [[Patient]]en zum Einsatz.  
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'''Dihydroergotoxin''' gehört zur Gruppe der [[Antidementivum|Antidementiva]] und ist ein Gemisch aus vier Inhaltsstoffen des [[Mutterkorn]]s im Verhältnis (3:3:2:1) :
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* [[Dihydroergocristin]]
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* [[Alpha-Dihydrogergocryptin]]  
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Das [[Kombinationspräparat]] wird zur Verbesserung der [[Hirn]]leistungsfähigkeit und Senkung des [[Bluthochdruck]]s bei älteren [[Patient]]en eingesetzt.  
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Die Haupt[[indikation]] stellen Hirnleistungsstörungen dar. Darüber hinaus ist Dihydroergotoxin im Rahmen der [[Therapie]] des [[Zervikalsyndrom]]s, der [[Migräne]] und des Altershochdrucks [[Indikation|indiziert]].
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Die Haupt[[indikation]] sind Hirnleistungsstörungen. Darüber hinaus kann Dihydroergotoxin im Rahmen der [[Therapie]] des [[Zervikalsyndrom]]s, der [[Migräne]] und des Altershochdrucks [[Indikation|indiziert]] sein.
  
 
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Die Wirkung des [[Arzneistoff]]s beruht darauf, dass Dihydroergotoxin die Bildung von [[Thrombus|Thromben]] verhindert sowie die Viskosität des [[Blut]]es fördert und somit die [[Sauerstoffversorgung]] stimuliert. Darüber hinaus sorgt es für die Optimierung des [[Nerv]]enzell[[stoffwechsel]]s.  
 
Die Wirkung des [[Arzneistoff]]s beruht darauf, dass Dihydroergotoxin die Bildung von [[Thrombus|Thromben]] verhindert sowie die Viskosität des [[Blut]]es fördert und somit die [[Sauerstoffversorgung]] stimuliert. Darüber hinaus sorgt es für die Optimierung des [[Nerv]]enzell[[stoffwechsel]]s.  
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Dass Dihydroergotoxin an [[Alpha-Rezeptor]]en im [[Körper]] binden kann, erklärt die gefäßerweiternde Wirkung des [[Arzneimittel]]s. Außerdem hemmt es das [[Enzym]] [[Phosphodiesterase]] und verlangsamt somit den Abbau des [[Botenstoff]]s [[cAMP]], wodurch eine längere [[Vasodilatation]] und eine damit einhergehende bessere [[Durchblutung]] gewährleistet wird.  
 
Dass Dihydroergotoxin an [[Alpha-Rezeptor]]en im [[Körper]] binden kann, erklärt die gefäßerweiternde Wirkung des [[Arzneimittel]]s. Außerdem hemmt es das [[Enzym]] [[Phosphodiesterase]] und verlangsamt somit den Abbau des [[Botenstoff]]s [[cAMP]], wodurch eine längere [[Vasodilatation]] und eine damit einhergehende bessere [[Durchblutung]] gewährleistet wird.  
  
 
==Unerwünschte Arzneimittelwirkungen==
 
==Unerwünschte Arzneimittelwirkungen==
 
* Überempfindlichkeit
 
* Überempfindlichkeit
* Störungen des [[Gastrointestinaltrakt]]s: [[Übelkeit]], [[Erbrechen]], [[Obstipation]], [[Appetitlosigkeit]]
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* Störungen des [[Gastrointestinaltrakt]]s: [[Übelkeit]], [[Erbrechen]] ([[dopaminerg]]e Wirkung), [[Obstipation]], [[Appetitlosigkeit]]
 
* [[allergisch]]e [[Haut]]reaktionen: [[Juckreiz]], [[Haut]]rötung
 
* [[allergisch]]e [[Haut]]reaktionen: [[Juckreiz]], [[Haut]]rötung
 
* [[Kreislauf]]störungen, [[Hypotonie]], [[Kopf]]druck, [[Schwindel]]
 
* [[Kreislauf]]störungen, [[Hypotonie]], [[Kopf]]druck, [[Schwindel]]
 
* [[Bradykardie]]
 
* [[Bradykardie]]
 
* [[Depression]]en, [[Angst]]zustand
 
* [[Depression]]en, [[Angst]]zustand
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* Bei der Langzeittherapie besteht die Gefahr peripherer Durchblutungsstörungen ([[Gangrän]])
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* Dihydroergotoxin sollte nicht mit anderen Mutterkornalkaloiden kombiniert werden (CAVE: [[Ergotismus]]).
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* [[Tetrazyklin]]e und [[Makrolidantibiotikum|Makrolidantibiotika]] verstärken die [[Vasokonstriktion|vasokonstriktorischen]] Effekte von Dihydroergotamin.
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* Es kann zu einer Wirkungsverstärkung von [[Antikoagulans|Antikoagulantien]] und [[Thrombozytenaggregationshemmer]]n kommen.
  
 
==Kontraindikationen==  
 
==Kontraindikationen==  
* Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff bzw. anderen [[Mutterkornalkaloid]]en
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* Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff bzw. anderen Mutterkornalkaloiden
 
* [[Schwangerschaft]], [[Stillzeit]]
 
* [[Schwangerschaft]], [[Stillzeit]]
 
[[Fachgebiet:Arzneimittel]]
 
[[Fachgebiet:Arzneimittel]]
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[[Tag:Migräne]]
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[[Tag:Mutterkornalkaloid]]

Version vom 30. November 2012, 21:12 Uhr

Synonyme: Dihydroergotoxinum u.a.
Handelsnamen: Hydergin®, Orphol® u.a.
Englisch: dihydroergotoxine mesylate

1 Definition

Dihydroergotoxin gehört zur Gruppe der Antidementiva und ist ein Gemisch aus vier Inhaltsstoffen des Mutterkorns im Verhältnis (3:3:2:1) :

Das Kombinationspräparat wird zur Verbesserung der Hirnleistungsfähigkeit und Senkung des Bluthochdrucks bei älteren Patienten eingesetzt.

siehe auch: Mutterkornalkaloide

2 Indikationen

Die Hauptindikation sind Hirnleistungsstörungen. Darüber hinaus kann Dihydroergotoxin im Rahmen der Therapie des Zervikalsyndroms, der Migräne und des Altershochdrucks indiziert sein.

3 Allgemeines

Das Arzneimittel wird in Form von Tabletten, Kapseln oder Tropfen appliziert.

4 Wirkmechanismus

Die Wirkung des Arzneistoffs beruht darauf, dass Dihydroergotoxin die Bildung von Thromben verhindert sowie die Viskosität des Blutes fördert und somit die Sauerstoffversorgung stimuliert. Darüber hinaus sorgt es für die Optimierung des Nervenzellstoffwechsels.

Dass Dihydroergotoxin an Alpha-Rezeptoren im Körper binden kann, erklärt die gefäßerweiternde Wirkung des Arzneimittels. Außerdem hemmt es das Enzym Phosphodiesterase und verlangsamt somit den Abbau des Botenstoffs cAMP, wodurch eine längere Vasodilatation und eine damit einhergehende bessere Durchblutung gewährleistet wird.

5 Unerwünschte Arzneimittelwirkungen

6 Interaktionen

7 Kontraindikationen

Diese Seite wurde zuletzt am 8. Januar 2018 um 16:31 Uhr bearbeitet.

Danke für die Ergänzung. Haben wir auf Stand gebracht
#2 vor 44 Tagen von Dr. Frank Antwerpes (Arzt | Ärztin)

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