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Digoxin: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Digoxin''' ist ein Wirkstoff, der zur Gruppe der [[Herzglykosid]]e gehört.
 
'''Digoxin''' ist ein Wirkstoff, der zur Gruppe der [[Herzglykosid]]e gehört.
  
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Digoxin hemmt die phosphorylierte Na/K-ATPase. Durch die damit verlangsamte Repolarisation  sinkt die Erregbarkeit der Herzmuskelzelle. Dazu ergibt sich eine gesteigerte Aktivität des Na/Ca-Antiportes. Das vermehrt bereitgestellte Calcium steigert die Kontraktilität des Gewebes.
 
Digoxin hemmt die phosphorylierte Na/K-ATPase. Durch die damit verlangsamte Repolarisation  sinkt die Erregbarkeit der Herzmuskelzelle. Dazu ergibt sich eine gesteigerte Aktivität des Na/Ca-Antiportes. Das vermehrt bereitgestellte Calcium steigert die Kontraktilität des Gewebes.
 
Digoxin kann somit bei [[chronisch]]er [[Herzinsuffizienz]] sowie bei einigen Formen der [[Tachyarrhythmie]] eingesetzt werden.
 
Digoxin kann somit bei [[chronisch]]er [[Herzinsuffizienz]] sowie bei einigen Formen der [[Tachyarrhythmie]] eingesetzt werden.

Version vom 4. Dezember 2013, 09:34 Uhr

1 Definition

Digoxin ist ein Wirkstoff, der zur Gruppe der Herzglykoside gehört.

2 Wirkmechanismus

Digoxin hemmt die phosphorylierte Na/K-ATPase. Durch die damit verlangsamte Repolarisation sinkt die Erregbarkeit der Herzmuskelzelle. Dazu ergibt sich eine gesteigerte Aktivität des Na/Ca-Antiportes. Das vermehrt bereitgestellte Calcium steigert die Kontraktilität des Gewebes. Digoxin kann somit bei chronischer Herzinsuffizienz sowie bei einigen Formen der Tachyarrhythmie eingesetzt werden.

3 Derivate

Digoxin kommt in Arzneimitteln in zwei Zubereitungsformen vor:

  • Methyldigoxin - wird ungespalten resorbiert und in der Leber zu Digoxin demethyliert, relativ schnelle und gleichmäßige Wirkung, rascher Wirkungseintritt bei i.v.-Gabe
  • Acetyldigoxin: wird nach Desacetylierung resorbiert, wirkt relativ schnell und gleichmäßig, rascher Wirkungseintritt bei i.v.-Gabe

4 Besonderheiten

Digoxin und Derivate unterscheiden sich von anderen Herzglykosiden wie z.B. Digitoxin nicht in der Pharmakodynamik, jedoch in der Pharmakokinetik.

Sie haben demnach die gleiche Wirkung, werden jedoch unterschiedlich aufgenommen, umgewandelt und ausgeschieden.

5 Pharmakokinetik

Die Bioverfügbarkeit von Digoxin bei peroraler Aufnahme beträgt 60-90%. Der Wirkungseintritt erfolgt nach 2-3 Stunden mit einem Wirkmaximum innerhalb von 3-6 Stunden. Die Abklingquote liegt bei ca. 20%.

Die Elimination des Digoxins erfolgt vorwiegend renal. Etwa 50% des Digoxins werden unverändert renal eliminiert, weitere 30% in Form von Metaboliten. Vorsicht ist also bei Niereninsuffizienz geboten, da eine Kumulation droht. Der hepatisch eliminierte Anteil des Digoxins beträgt lediglich 10-20%.

6 Wechselwirkungen

Neben gruppenspezifischen Interaktionen und Wirkprofilveränderungen (s. Herzglykosid) gilt für Digoxin:

7 Kontroversen

Der klinische Nutzen von Digixin ist nicht unumstritten. Eine Studie aus dem Jahr 2013 mit 2.891 Patienten aus den USA zeigte, dass Patienten mit Herzinsuffizienz, die mit Digoxin therapiert wurden, eine um 72% höhere Mortalität aufwiesen (14,2 gegenüber 11,3 Todesfällen pro 100 Personenjahre). Das Risiko für eine Hospitalisation hingegen war unter Digoxin statistisch nicht signifikant erhöht.[1]

8 Quellen

  1. Freeman JV, Yang J, Sung SH, Hlatky MA, Go AS. Effectiveness and safety of digoxin among contemporary adults with incident systolic heart failure. Circ Cardiovasc Qual Outcomes. 2013 Sep 1;6(5):525-33. doi: 10.1161/CIRCOUTCOMES.111.000079. Epub 2013 Sep 10; PMID 24021697

Diese Seite wurde zuletzt am 28. Februar 2021 um 11:20 Uhr bearbeitet.

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