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Diethyltoluamid

Synonyme: N,N-Diethyl-3-methylbenzamid, N,N-Diethyl-m-toluamid
Abk.: DEET

1 Definition

Diethyltoluamid ist ein insektenabweisender Wirkstoff (Repellent), welcher seit den 1950er Jahren besonders bei Reisen in die Tropen als Spray gegen Mücken, Flöhe oder Zecken eingesetzt wird.

2 chemische Eigenschaften

Die Summenformel von DEET ist C12H17NO und die Strukturformel sieht wie folgt aus:

Diethyltoluamid.png

Es handelt sich hierbei um ein methyliertes Benzamid, welches am Stickstoff zweifach ethyliert ist. DEET ist farb- und nahezu geruchslos. Es ist äußerst lipophil und daher nicht in Wasser löslich.

3 Wirkung

Diethyltoluamid hat ein sehr breites Wirkungspektrum und ist Goldstandard in der Vorbeugung gegen Insektenstiche. Es wirkt ca. 8 Stunden gegen Mücken und bis zu 4 Stunden gegen Zecken. Die genaue Wirkungsweise ist noch nicht genau geklärt. Entweder blockiert es bestimmte Rezeptoren der Insekten oder es verdeckt den Eigengeruch des Anwenders. In beiden Fällen kann das Insekt den Menschen nicht mehr so gut riechen und in Folge dessen auch nicht finden und stechen.

4 Nebenwirkungen

DEET zeigt in der Regel keine bemerkenswerten Nebenwirkungen. Vereinzelt kann es zu lokalen Hautirritationen kommen. In seltenen Fällen können neuro- oder kardiotoxische Reaktionen auftreten und es kann zu Krampfanfällen oder Hypotonie kommen.

Fachgebiete: Tropenmedizin

Diese Seite wurde zuletzt am 2. Juli 2019 um 13:34 Uhr bearbeitet.

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