Bitte logge Dich ein, um diesen Artikel zu bearbeiten.
Bearbeiten

Denosumab

Version vom 15. Januar 2014, 19:54 Uhr von Marie Sander (Diskussion | Beiträge)

Synonym: Denosumabum
Handelsnamen: Prolia® u.a.
Englisch: denosumab

1 Definition

Denosumab ist ein Arzneistoff aus der Gruppe der RANK-Ligand-Inhibitoren, der zur Therapie der Osteoporose eingesetzt wird. Dieser Arzeistoff gehört zu den Immunglobulinen.Dem chemischen Aufbau nach werden sie als Glykoproteine bezeichnet . Sie bestehen somit aus Aminosäuren und Kohlenhydraten. Dieser humane Antikörper wird in sog. CHO-Zelllinien (Chinese Hamster Ovary Cells) experimentiert, was durch eine rekombinante DNA-Technologie möglich ist. Aufgrund der posttranslationalen Modifikation – hier der Glykosilierung – können zur Herstellung von Denosumab nur Säugetierzellen in Betracht gezogen werden. Bei einer biotechnologischen Produktion in bakteriellen Zellen ist keine Modifikation nach der Translation möglich.

2 Indikationen

Die Hauptindikation stellt die Osteoporose bei postmenopausalen Frauen mit erhöhtem Risiko für Knochenbrüche dar. Darüber hinaus ist der Arzneistoff im Rahmen der Vorbeugung von skelettalen Komplikationen bei erwachsenen Patienten mit festen Tumoren, die in die Knochen metastasiert haben, indiziert.

3 Allgemeines

Das Arzneimittel wird in Form einer Injektionslösung subkutan appliziert. Die Plasmahalbwertszeit beträgt durchschnittlich 26 Tage.

4 Wirkmechanismus

Die Wirkung von Denosumab als humaner monoklonaler Antikörper erklärt sich durch seine hochaffine Bindung an RANKL, was schließlich dazu führt, dass die Interaktion mit RANK blockiert wird. RANK ist dafür zuständig, dass Vorläuferzellen in die knochenabbauenden Zellen, nämlich Osteoklasten, umgewandelt werden, woraus die Knochenresorption resultiert. Wird dieser Signalweg durch Denosumab gehemmt, kommt es zu keinem Knochenabbau mehr.

5 Unerwünschte Arzneimittelwirkungen

6 Wechselwirkungen

Denosumab hat einen Einfluss auf das Immunsystem und die Infektabwehr .Die Anwendung bei immunsupprimierten oder immungeschwächten Patienten sollte nur unter äußerster Vorsicht erfolgen. Eine zeitnahe Impfung mit Lebendimpfstoffen sollte ebenfalls vermieden werden.

7 Kontraindikationen

Um diesen Artikel zu kommentieren, melde Dich bitte an.

Klicke hier, um einen neuen Artikel im DocCheck Flexikon anzulegen.

Artikel wurde erstellt von:

Letzte Autoren des Artikels:

30 Wertungen (3.13 ø)

65.620 Aufrufe

Hast du eine allgemeine Frage?
Hast du eine Frage zum Inhalt?
Copyright ©2020 DocCheck Medical Services GmbH | zur mobilen Ansicht wechseln
DocCheck folgen: