Delta-Aminolävulinatsynthase

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Synonym: δ-Aminolävulinatsynthase, δ-ALAS, 5-Aminolävulinatsynthase

1 Definition

Die δ-Aminolävulinatsynthase ist ein mitochondriales Enzym aus der EC-Klasse 2 (Transferasen). Sie katalyisert den geschwindigkeitsbestimmenden Schritt der Porphyrin-Biosynthese, also z.B. die Synthese von Häm.

2 katalysierte Reaktion

Die δ-Aminolävulinatsynthase katalysiert Pyridoxalphosphat-abhängig die Eingangsreaktion der Porphyrin-Biosynthese:

Succinyl-CoA + Glycinδ-Aminolävulinat + CoA + CO2

3 Regulation

Die δ-Aminolävulinatsynthase wird u. a. über den Eisenstoffwechsel reguliert. Das ist sinnvoll, da im letzten Schritt der Häm-Biosynthese, der durch die Ferrochelatase katalysiert wird, Fe2+-Ionen eingebaut und damit verbraucht werden. Bei Eisenmangel bindet das Eisen-regulatorische Protein IRP an sogenannte IRE-Strukturen (iron responsive element) in nicht translatierten mRNA-Regionen (UTR) für diverse Moleküle, die den Eisenhaushalt betreffen. Bei Bindung des IRP an solche Regionen der mRNA für die δ-ALAS führt dies zu einem Translations-Stop. Damit wird die Häm-Biosynthese gehemmt und der Eisenverbrauch gesenkt.

Autoren: https://flexikon.doccheck.com/de/index.php?title=Delta-Aminol%C3%A4vulinatsynthase&action=history

Quelle: https://flexikon.doccheck.com/de/Delta-Aminol%C3%A4vulinatsynthase

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