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Deiodinase

Version vom 29. September 2017, 12:09 Uhr von Dr. Frank Antwerpes (Diskussion | Beiträge)

Synonym: Dejodase, Deiodase, Dejodinase Englisch: deiodinase, monodeiodinase

1 Definition

Deiodinasen sind Enzyme aus der Klasse der Peroxidasen, die bei der Aktivierung oder Inaktivierung der Schilddrüsenhormone beteiligt sind, indem sie die Freisetzung von Iod aus dem Molekülverbund katalysieren.

2 Einteilung

Man unterscheidet zwei Gruppen von Deiodinasen:

2.1 Iodothyronin-Deiodinase

Die häufigste Enzymform, die Typ-I-Deiodinase (DIO1), kommt in der Leber, der Niere, der Schilddrüse und im Skelettmuskel vor. Ihre Aktivität ist bei Hyperthyreose erhöht. Propylthiouracil hemmt das Enzym. Bei schwerem Allgemeinerkrankungen ist die Aktivität der Typ-I-Deiodinase vermindert.

Die Typ-II-Deiodinase (DIO2) ist v.a. im ZNS (Hypophyse) und in der Haut lokalisiert. Sie wird bei T4-Mangel aktiviert und bei T4-Überschuss gehemmt. Die Typ-II-Deiodinase ist für die Aufrechterhaltung stabiler intrazellulärer T3-Spiegel verantwortlich.

Die Typ-III-Deiodinase (DIO3) kommt in der Plazenta und in der fetalen Leber, wie auch im ZNS vor.

2.2 Iodotyrosin-Deiodinase

Iodotyrosin-Deiodinasen sind am Abbau von Schilddrüsenhormonen beteiligt. Sie setzen Iod aus Iodotyrosinen zur Wiederverwendung frei. Iodotyrosin-Deiodinasen benötigen Flavinmononukleotid als Kofaktor und gehören zur Superfamilie der NADH-Oxidasen/Flavinreduktasen.

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