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Defäkation

Version vom 21. Januar 2005, 15:29 Uhr von Dr. Frank Antwerpes (Diskussion | Beiträge)

Synonyme: Stuhlgang, Stuhlentleerung

1 Definition

Die Defäkation ist ein physiologischer Vorgang, der das Rektums entleert und damit die unverdaulichen Nahrungsbestandteile (Fäzes) entsorgt.

Die Kontrolle über die Defäkation bezeichnet man als Kontinenz, den Kontrollverlust als Inkontinenz

2 Physiologie

Die Defäkation wird durch propulsive Massenbewegungen in weiter oral gelegenen Darmabschnitten angeregt. Sie treten typischerweise nach den Mahlzeiten auf und werden als gastrokolischer Reflex bezeichnet.

Wenn der Darminhalt in das durch den Anus verschlossene Rektum eintritt, werden Dehnungsrezeptoren in der Darmwand erregt. Sie führen zu einer reflektorischen Dilatation (Erschlaffung) des Musculus sphincter ani internus. Der willkürlich innervierte Musculus sphincter ani externus bleibt jedoch kontrahiert. Die Kontinenz wird dadurch aufrechterhalten.

Diese Situation nehmen wir als Stuhldrang war. Wenn der Stuhldrang über einen längeren Zeitraum unterdrückt wird, kommt es zur erneuten Kontraktion des Musculus sphincter ani internus. Das Rektum passt sich an das größere Füllungsvolumen an.

Wenn die Defäkation eingeleitet wird, erschlaffen beide Schließmuskeln. Dieser Prozess wird von einer reflektorischen Kontraktion des Rectosigmoids begleitet, welche die Stuhlentleerung von oral vorantreibt. Um den Entleerungsdruck zu steigern, kann dabei zusätzlich die muskuläre Bauchpresse eingesetzt werden.

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Diese Seite wurde zuletzt am 21. Februar 2016 um 18:12 Uhr bearbeitet.

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