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Dead-Fetus-Syndrom: Unterschied zwischen den Versionen

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Als '''Dead-fetus-Syndrom''' bezeichnet man das Auftreten schwerer Gerinnungsstörungen ([[Verbrauchskoagulopathie]]) im [[maternal]]en Kreislauf während der zweiten [[Schwangerschaft]]shälfte.  
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Als '''Dead-fetus-Syndrom''' bezeichnet man das Auftreten schwerer Gerinnungsstörungen ([[Verbrauchskoagulopathie]]) im [[maternal]]en Kreislauf während der zweiten [[Schwangerschaft]]shälfte, bedingt durch das Absterben der Schwangerschaftsfrucht.  
  
 
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Ursache dieser Koagulopathie ist eine [[Komplikation]] infolge des Absterbens des ungeborenen Fetus ([[Missed abortion|intrauteriner Fruchttod]]). Dabei verbleibt der abgestorbene Fetus in der [[Gebärmutter]]. Als Auslöser der Koagulopathie vermutet man eine nachfolgende Einschwemmung proteolytischer [[Enzyme]] und Gewebsthrombokinasen (aus dem fetalen Gewebe) in den mütterlichen Kreislauf.
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Ursache dieser Koagulopathie ist eine [[Komplikation]] infolge des Absterbens des ungeborenen Fetus ([[Missed abortion|intrauteriner Fruchttod]]). Dabei verbleibt der abgestorbene Fetus in der [[Gebärmutter]]. Als Auslöser der Koagulopathie vermutet man eine nachfolgende Einschwemmung proteolytischer [[Enzyme]] und Gewebsthrombokinasen (aus dem fetalen Gewebe) in den mütterlichen Kreislauf. Hierbei kommt es durch den Fruchttod und den anschließenden bakteriellen Abbauprozessen (meist hervorgerufen durch [[E. coli]]) zu einer Endotoxinbildung. Bedingt durch diese [[Endotoxine]] wird eine [[Hypoxie]] an den kindlichen und plazentaren Blutgefäßen hervorgerufen. Die Permeabilität der Gefäße steigt, Gefäße sterben ab und Toxine können in den maternalen Organismus gelangen. Diese Toxine aktivieren nun Gerinnungsfaktoren, woraus eine Bildung von Mikrothromben resuliert. Es kommt zu einem Gerinnungspotential und einer erhöhten Blutungsneigung (siehe [[Verbrauchskoagulopathie]] oder auch [[DIC]] ([[disseminierte intravasale Koagulation]]).
[[Fachgebiet:Gynäkologie]][[Fachgebiet:Geburtshilfe]]
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Die Symptomatik bildet sich meist erst nach mehreren Stunden bis Tagen aus, was auf die intakte Plazentaschrankenfunktion zurückzuführen ist.
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[[Tag:Geburt]]
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[[Tag:Geburtskomplikation]]

Version vom 22. November 2013, 11:34 Uhr

1 Definition

Als Dead-fetus-Syndrom bezeichnet man das Auftreten schwerer Gerinnungsstörungen (Verbrauchskoagulopathie) im maternalen Kreislauf während der zweiten Schwangerschaftshälfte, bedingt durch das Absterben der Schwangerschaftsfrucht.

2 Pathophysiologie

Ursache dieser Koagulopathie ist eine Komplikation infolge des Absterbens des ungeborenen Fetus (intrauteriner Fruchttod). Dabei verbleibt der abgestorbene Fetus in der Gebärmutter. Als Auslöser der Koagulopathie vermutet man eine nachfolgende Einschwemmung proteolytischer Enzyme und Gewebsthrombokinasen (aus dem fetalen Gewebe) in den mütterlichen Kreislauf. Hierbei kommt es durch den Fruchttod und den anschließenden bakteriellen Abbauprozessen (meist hervorgerufen durch E. coli) zu einer Endotoxinbildung. Bedingt durch diese Endotoxine wird eine Hypoxie an den kindlichen und plazentaren Blutgefäßen hervorgerufen. Die Permeabilität der Gefäße steigt, Gefäße sterben ab und Toxine können in den maternalen Organismus gelangen. Diese Toxine aktivieren nun Gerinnungsfaktoren, woraus eine Bildung von Mikrothromben resuliert. Es kommt zu einem Gerinnungspotential und einer erhöhten Blutungsneigung (siehe Verbrauchskoagulopathie oder auch DIC (disseminierte intravasale Koagulation).

Die Symptomatik bildet sich meist erst nach mehreren Stunden bis Tagen aus, was auf die intakte Plazentaschrankenfunktion zurückzuführen ist.

Diese Seite wurde zuletzt am 22. November 2013 um 12:57 Uhr bearbeitet.

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