DPP-4-Inhibitor

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Synonyme: Inkretinverstärker, Gliptin

1 Definition

DPP-4-Inhibitoren sind eine Wirkstoffklasse, die zur oralen Therapie des Diabetes mellitus Typ 2 eingesetzt wird. Ihre Wirkung entfalten sie über eine Hemmung des Enzyms Dipeptidylpeptidase IV (DPP-4).

2 Substanzen

3 Wirkmechanismus

DPP-4-Inhibitoren beinflussen den Blutzuckerspiegel indirekt, in dem sie den hormonellen Regelkreis der Insulinausschüttung beeinflussen. Die Insulinausschüttung wird unter anderem durch das im Darm gebildete Inkretinhormon Glucagon-like Peptid 1 (GLP-1) reguliert. Der GLP-1-Spiegel steigt postprandial an. Das regt die Freisetzung von Insulin aus den Beta-Zellen des endokrinen Pankreas an - sie werden durch GLP-1 gegenüber einem erhöhten Blutzuckerspiegel sensibilisiert.

Dipeptidylpeptidase IV ist das Enzym, das GLP-1 physiologisch zu einem inaktiven Metaboliten abbaut und damit die Ausschüttung von Insulin wieder reduziert. Die Hemmung dieses Schlüsselenzyms durch DPP-4-Inhibitoren verlängert den Zeitraum des erhöhten GLP-1-Spiegels und damit die Insulinausschüttung. Da diese Wirkung an GLP-1 gekoppelt ist, ist die Gefahr unerwünschter Hypoglykämien vermindert.

Autoren: https://flexikon.doccheck.com/de/index.php?title=DPP-4-Inhibitor&action=history

Quelle: https://flexikon.doccheck.com/de/DPP-4-Inhibitor

Diese Seite wurde zuletzt am 9. März 2015 um 19:09 Uhr bearbeitet.

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