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DNA-Virus

Version vom 13. August 2009, 14:16 Uhr von Dr. rer. nat. Stefan Kallasch (Diskussion | Beiträge)

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DNA-Viren sind Viren, deren Erbmaterial (Genom) in Form von Desoxyribonukleinsäure (DNA) vorliegt. Die DNA wird auch als solche in die Viruspartikel (Virionen) gepackt. Die DNA liegt im Virus doppelsträngig oder einzelsträngig vor, Stränge bestehen entweder aus einem Stück (nicht-segmentiert) oder sind segmentiert, also auf verschiedene Stücke verteilt . Auch zirkuläre zu einem Ring geschlossene Stränge kommen vor, ebenso wie lineare, offene Stränge. Einzelsträngige ss-DNA-Viren (singlestranded DNA) weisen eine negative oder auch eine positive Polarität des Genoms auf. Das Genom von DNA-Viren ist weniger variabel als jenes der RNA-Viren und entsprechend stabiler gegenüber Umweltfaktoren. DNA ist chemisch stabiler als RNA und weist auch eine geringere Mutationsrate auf. Zusätzlich verfügen die zur Vervielfältigung erforderlichen DNA-Polymerasen über eine Korrekturfunktion. RNA-Viren verfügen immer über eine selbstcodierte Polymerase, wogegen DNA-Viren entweder eine selbst codierte DNA-Polymerase besitzen (bei Herpesviren) oder fremde zelluläre Polymerasen zur Vervielfältigung nutzen (bei Papillomaviren).

Ausnahme: Hepatitisviren (z. B. das Hepatitis-B-Virus), welche die Genomreplikation mittels revers transkribierter RNA-Zwischenstufe bewerkstelligen.

Fachgebiete: Virologie

Diese Seite wurde zuletzt am 14. Oktober 2019 um 17:31 Uhr bearbeitet.

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