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Credé-Handgriff

Version vom 16. Januar 2008, 21:59 Uhr von Dr. Frank Antwerpes (Diskussion | Beiträge)

Synonyme: Credé-Manöver, Credéscher Handgriff

1 Definition

Der Begriff Credé-Handgriff kommt in zwei Bedeutungen vor:

1.1 Urologie

Als Credé-Handgriff bezeichnet man in der Urologie den Druck auf den Unterleib von außen mit der Hand zur Entleerung einer atonischen Harnblase (Detrusoratonie).

1.1.1 Funktionsweise

Durch den erhöhten Druck auf den Unterleib wird der intravesikale Druck erhöht und der Harn durch die [Urethra]] ausgetrieben. Alternativ oder zusätzlich kann der Patient ein Valsalva-Manöver durchführen.

1.1.2 Kontraindikationen

1.2 Geburtshilfe

Der Credé-Handgriff in der Geburtshilfe bezeichnet das Umfassen der Gebärmutter zur manuellen Ablösung der Plazenta nach der Geburt.

1.2.1 Vorgehen

Von außen wird der Uterus von kranial mit einer Hand so gehalten, dass vier Finger auf seiner Hinterseite liegen, während der Daumen auf seiner Vorderseite ruht. Dabei wird ein bestimmter Druck auf das Gewebe ausgeübt, um den Uterus zu komprimieren.

Diese Seite wurde zuletzt am 16. Januar 2008 um 22:11 Uhr bearbeitet.

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