Collateral Sprouting

aus DocCheck Flexikon, dem Medizinlexikon zum Mitmachen

1 Definition

Der Begriff Collateral Sprouting beschreibt das Aussprossen von Axonkollateralen zu denervierten Neuronen als Extremform der neuronalen Plastizität.

2 Hintergrund

Da dem zentralen Nervensystem im Vergleich zum peripheren Nervensystem die Fähigkeit zur axonalen Regeneration fehlt, können degenerierte Axone zur Reinnervation von Neuronen nicht nachwachsen. Axone von benachbarten Nervenzellen können, um die Innervation der denervierten Zellen aufzunehmen, Axonkollateralen ausbilden. Die Folgen von Verletzungen des ZNS oder von neurodegenerativen Erkrankungen können so oft abgemildert werden. Möglich ist jedoch auch, dass aufgrund von fehlerhaften Verbindungen das funktionelle Ergebnis schlecht ausfällt.

Als Beispiel kann die Kollateralbildung der Pyramidenbahn zur kontralateral gelegenen, geschädigten Bahn genannt werden. Die Innervation der geschädigten Seite kann zu einem gewissen Grad von der gesunden aufgenommen werden. Unter Umständen kann es jedoch zu sogenannten Mirror Movements kommen, da die funktionellen Gebiete gemeinsam innerviert werden.

Autoren: https://flexikon.doccheck.com/de/index.php?title=Collateral_Sprouting&action=history

Quelle: https://flexikon.doccheck.com/de/Collateral_Sprouting

Fachgebiete: Neurologie

Um diesen Artikel zu kommentieren, melde Dich bitte an.

Klicke hier, um einen neuen Artikel im DocCheck Flexikon anzulegen.

Letzte Autoren des Artikels:

1 Wertungen (4 ø)

2.459 Aufrufe

Du hast eine Frage zum Flexikon?
Copyright ©2019 DocCheck Medical Services GmbH | zur mobilen Ansicht wechseln
DocCheck folgen: