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Ciclosporin

Version vom 14. Mai 2016, 10:02 Uhr von Carmen Herrmann (Diskussion | Beiträge)

Handelsname: Cicloral®, Immunosporin®, u.v.m.
Synonyme: Cyclosporin A, Cyclosporin
Englisch: ciclosporin

1 Definition

Ciclosporin ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der Immunsuppressiva.

2 Pharmakologie

Ciclosporin wird aus den norwegischen Schlauchpilzen Tolypocladium inflatum und Clindrocarpon lucidum gewonnen.

Es handelt sich chemisch gesehen um ein zyklisches Protein mit elf Aminosäureresten.

Ciclosporin bindet im Körper an Calcineurin und verhindert so die Bindung an den nuclear-factor-activating-T-Zell-Rezeptor (NF-AT), ein genregulierendes Protein.

So kann NF-AT nicht aktiviert werden und die Produktion von proinflammatorischen Cytokinen und Zelloberflächenrezeptoren wird gehemmt. Desweiteren hemmt Ciclosporin die Aktivierung und Vermehrung von Lymphozyten.

3 Anwendung

Ciclosporin wird hauptsächlich nach Organtransplantationen und bei Autoimmunerkrankungen angewendet.

Beispiele für weitere Anwendungsgebiete sind:

4 Nebenwirkungen

Mögliche Nebenwirkungen von Ciclosporin sind:

5 Gegenanzeigen

Während der Schwangerschaft und Stillzeit sollte auf die Einnahme von Ciclosporin verzichtet werden.

Die volle Wirksamkeit von Ciclosporin entwickelt sich nach einer dreimonatigen Einnahmezeit. Bei längerer Einnahme ist eine regelmäßige Blutspiegelkontrolle anzuraten. Bei dauerhafter hoch dosierter Einnahme, wie zum Beispiel nach Organtransplantationen erhöht sich das Krebsrisiko.

Fachgebiete: Pharmakologie

Diese Seite wurde zuletzt am 28. Februar 2021 um 17:18 Uhr bearbeitet.

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