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Chylomikron: Unterschied zwischen den Versionen

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Es folgt die Abgabe der Chylomikronen an die [[Lymphe]]. Unter vollständiger Umgehung der [[Leber]] werden die Chylomikronen über das [[Lymphsystem]] in den [[Ductus thoracicus]] transportiert. Dieser mündet schließlich in den linken [[Venenwinkel]] (Zusammenfluss von [[Vena jugularis interna]] und [[Vena subclavia]] und Vereinigung zur [[Vena brachiocephalica]]). Im Blut geben die Chylomikronen ihr ApoA an die [[HDL]] ab, wobei sie von den HDL ApoC und ApoE erhalten. Das ApoCII dient der Aktivierung der [[Lipoproteinlipase]], welche sich im [[Endothel]] der [[Kapillare|Herzkapillaren]], der Muskelkapillaren und der Kapillaren im [[Fettgewebe]] befindet.
 
Es folgt die Abgabe der Chylomikronen an die [[Lymphe]]. Unter vollständiger Umgehung der [[Leber]] werden die Chylomikronen über das [[Lymphsystem]] in den [[Ductus thoracicus]] transportiert. Dieser mündet schließlich in den linken [[Venenwinkel]] (Zusammenfluss von [[Vena jugularis interna]] und [[Vena subclavia]] und Vereinigung zur [[Vena brachiocephalica]]). Im Blut geben die Chylomikronen ihr ApoA an die [[HDL]] ab, wobei sie von den HDL ApoC und ApoE erhalten. Das ApoCII dient der Aktivierung der [[Lipoproteinlipase]], welche sich im [[Endothel]] der [[Kapillare|Herzkapillaren]], der Muskelkapillaren und der Kapillaren im [[Fettgewebe]] befindet.
  
Die Lipoproteinlipase spaltet die Triacylglyceride zu freien Fettsäuren, die von den o.g. [[Gewebe]]n als Energielieferant genutzt oder als Triacylglyceride gespeichert werden können. Die Chylomikronen gelangen dann als sog. [[Remnant]]s zur [[Leber]], in der sie über [[Endozytose]] aufgenommen und abgebaut werden. Die noch vorhandenen Triacylglyceride werden zu [[VLDL]] verpackt.
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Die Lipoproteinlipase spaltet die Triacylglyceride zu freien Fettsäuren, die von den o.g. [[Gewebe]]n als Energielieferant genutzt oder als Triacylglyceride gespeichert werden können. Die Chylomikronen gelangen dann als sog. [[Remnant]]s zur [[Leber]], an der sie an LDL-Rezeptoren binden, über [[Endozytose]] aufgenommen und abgebaut werden. Die noch vorhandenen Triacylglyceride werden zu [[VLDL]] verpackt.
  
 
==Eigenschaften==
 
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Die Chylomikronen besitzen aufgrund ihres hohen Gehaltes an Triacylglyceriden eine sehr geringe [[Dichte]]. Ihr [[Protein|Proteingehalt]] ist sehr gering
 
Die Chylomikronen besitzen aufgrund ihres hohen Gehaltes an Triacylglyceriden eine sehr geringe [[Dichte]]. Ihr [[Protein|Proteingehalt]] ist sehr gering
 
[[Fachgebiet:Biochemie]]
 
[[Fachgebiet:Biochemie]]

Version vom 24. Juni 2015, 18:44 Uhr

Englisch: chylomicron

1 Definition

Unter einem Chylomikron versteht man ein Lipoprotein, das dem Transport von mit der Nahrung aufgenommenen Triacylglyceriden, Phospholipiden und Cholesterin vom Darm zur Leber dient.

2 Entstehung

Im Darm kommt es zur Spaltung von Triacylglyceriden zu Diacylglyceriden, zu Monoacylglyceriden und zu freien Fettsäuren. Diese diffundieren zusammen mit Phospholipiden und Cholesterin in die intestinalen Mukosazellen. Dort werden sie im glatten Endoplasmatischem Retikulum wieder zu Triacylglyceriden synthetisiert und gemeinsam mit den anderen Lipiden und Apolipoprotein B48 und A zu einem Lipoprotein verpackt, was als Chylomikron bezeichnet wird.

Es folgt die Abgabe der Chylomikronen an die Lymphe. Unter vollständiger Umgehung der Leber werden die Chylomikronen über das Lymphsystem in den Ductus thoracicus transportiert. Dieser mündet schließlich in den linken Venenwinkel (Zusammenfluss von Vena jugularis interna und Vena subclavia und Vereinigung zur Vena brachiocephalica). Im Blut geben die Chylomikronen ihr ApoA an die HDL ab, wobei sie von den HDL ApoC und ApoE erhalten. Das ApoCII dient der Aktivierung der Lipoproteinlipase, welche sich im Endothel der Herzkapillaren, der Muskelkapillaren und der Kapillaren im Fettgewebe befindet.

Die Lipoproteinlipase spaltet die Triacylglyceride zu freien Fettsäuren, die von den o.g. Geweben als Energielieferant genutzt oder als Triacylglyceride gespeichert werden können. Die Chylomikronen gelangen dann als sog. Remnants zur Leber, an der sie an LDL-Rezeptoren binden, über Endozytose aufgenommen und abgebaut werden. Die noch vorhandenen Triacylglyceride werden zu VLDL verpackt.

3 Eigenschaften

Die Chylomikronen besitzen aufgrund ihres hohen Gehaltes an Triacylglyceriden eine sehr geringe Dichte. Ihr Proteingehalt ist sehr gering

Diese Seite wurde zuletzt am 4. April 2021 um 14:42 Uhr bearbeitet.

Nach IUPAC heißt es Triacylglycerol - das verwendet aber kaum einer.
#2 vor 40 Tagen von Dr. Frank Antwerpes
Heißt es denn nun Triacylglycerid oder Triacylglycerin? Der Hauptartikel heißt Triacylclycerin, im Text ist aber auch meist von Triacylglycerid die Rede.
#1 am 16.03.2018 von Dr. med. Norbert Ostendorf (Arzt | Ärztin)

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