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Chorioretinitis

1 Definition

Unter einer Chorioretinitis versteht man eine Entzündung der Choroidea mit einer Beteiligung der Retina. Auf der Choroidea kommen unscharf begrenzte, helle Entzündungsherde zur Darstellung.

ICD-10-Code: H30.-

2 Ätiologie

Als auslösende Faktoren sind oft infektiöse bakterielle, virale, mykotische oder parasitäre Erreger, wie z.B. Toxoplasma gondii, in Betracht. Eine Chorioretinitis kann aber auch im Verlauf einer Vaskulitis oder einer granulomatösen Erkrankung, besonders einer Sarkoidose, auftreten.

3 Symptome

Die Symptomatik ist abhängig von der Lokalisation der Entzündungsherde. Periphere Entzündungen verlaufen meist asymptomatisch und werden daher häufig erst in der ophthalmoskopischen Untersuchung entdeckt.

Liegen die Entzündungsherde in der Makula, bemerkt der Patient starke Sehstörungen.

Durch die Einwanderung von Entzündungszellen in den Glaskörper kommt es zu Glaskörpertrübungen. Dies führt ebenfalls zu einer Sehverschlechterung.

Nach Abklingen der Entzündung wird in der Ophthalmoskopie der typische "Pfeffer-Salz-Fundus" sichtbar: Durch die Zerstörung des retinalen Pigmentepithels mit konsekutiver narbiger Ausheilung, kommt es im Bereich der Entzündungsherde zu einem durchscheinen der weißen Sklera (Salz). Die Ränder der früheren Entzündungsspots sind schwarz pigmentiert (Pfeffer).

4 Therapie

Die Therapie der erregerbedingten Chorioretinitiden richtet sich nach dem verursachenden Erreger. Im Vordergrund der nicht-erregerbedingten Chorioretinitiden steht eine systemische Steroidtherapie.

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