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Chlamydia trachomatis: Unterschied zwischen den Versionen

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* [[Konjunktivitis]] (Bindehautentzündung, "Schwimmbadkonjunktivitis")
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* [[Konjunktivitis]] (Serotypen D-K; Bindehautentzündung, "Schwimmbadkonjunktivitis"; [[Einschlusskörperchenkonjunktivitis]])
  
Chlamydia trachomatis ist der häufigste Erreger von sexuell übertragbaren Krankheiten ([[STD]]s). Eine Infektion des Urogenitaltrakts durch Chlamydia trachomatis kann sich sowohl bei Frauen als auch bei Männern durch Schmerzen beim Wasserlassen und genitalen Ausfluss bemerkbar machen. Häufig bleibt sie jedoch symptomlos. Die Gefahr dabei ist, dass die Bakterien nach mehreren Jahren [[Persistenz]] nicht selten zu [[Sterilität]] führen können.
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Chlamydia trachomatis ist der häufigste Erreger von sexuell übertragbaren Krankheiten ([[STD]]s). Eine Infektion des Urogenitaltrakts durch Chlamydia trachomatis kann sich sowohl bei Frauen als auch bei Männern durch ein Brennen in der Harnröhre, Schmerzen beim Wasserlassen und genitalen [[Ausfluss]] bemerkbar machen. Leitsymptom ist bei Frauen häufig eine erstmals auftretende [[Zwischenblutung]] und diffuse [[Bauchschmerzen]]. In der Sonographie findet sich gelegentlich ein kleiner [[Aszites]]. Häufig bleibt eine Chlamydieninfektion jedoch symptomlos. Eine Vernarbung der [[Eileiter]] durch eine chronische Chlamydieninfektion ist ein häufiger Grund für [[Sterilität|ungewollte Kinderlosigkeit]].
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Da der Erreger sich nicht anzüchten lässt und [[Serologie|serologische]] Untersuchungen keine aussagefähigen Befunde ergeben, beruht die Diagnostik auf [[Gendiagnostik|genetischen]] Methoden. Hierzu sind [[Urinprobe]]n (vorzugsweise [[Erststrahlurin]]), [[Cervixabstrich]]e oder [[Harnröhrenabstrich]]e geeignet. Die Probe muss Zellmaterial des Patienten enthalten. In der Regel sind [[Präanalytik|spezielle Abstrichtupfer]] und Probentransportgefäße erforderlich. Dies sollte vor einer Probennahme mit dem [[Labor]] abgeklärt werden.
  
 
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Chlamydien-Infektionen sind für gewöhnlich mit [[Tetracyclin]] gut therapierbar (alternativ [[Makrolid]]e oder [[Chinolon]]e). Die Behandlungsdauer beträgt in der Regel 1 Woche. Es ist wichtig, den Sexualpartner mitzubehandeln, um einen [[Ping-Pong-Effekt]] zu vermeiden.
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Chlamydien-Infektionen sind für gewöhnlich mit [[Tetracyclin]] gut therapierbar (alternativ [[Makrolid]]e oder [[Chinolon]]e). Die Behandlungsdauer beträgt in der Regel 10 Tage (Doxycyclin 200)  Es ist wichtig, den Sexualpartner mitzubehandeln, um einen [[Ping-Pong-Effekt]] zu vermeiden.
[[Fachgebiet:Mikrobiologie]]
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Antibiotika, die an der [[Zellwand]] angreifen (z.B. [[Beta-Laktam-Antibiotika]]) oder in den [[Folsäure]]stoffwechsel interferieren (z.B. [[Sulfonamid]]e) sind wirkungslos.
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[[Fachgebiet:Augenheilkunde]]
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[[Fachgebiet:Bakteriologie]]
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[[Tag:Bakterium]]
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[[Tag:Gramnegativ]]
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[[Tag:Intrazellulär]]

Aktuelle Version vom 30. August 2017, 12:30 Uhr

von altgriechisch: χλαμύς ("chlamys") - kurzer Mantel
Englisch: Chlamydia trachomatis

1 Definition

Bei Chlamydia trachomatis handelt es sich um ein gramnegatives Bakterium aus der Gruppe der Chlamydien. Da es auf die ATP-Produktion von Körperzellen angewiesen ist, lebt es intrazellulär. Mit 0,5 µm Größe ist es auch eines der kleinsten Bakterien.

2 Erkrankungen

Chlamydia trachomatis kommt in vielen verschiedenen Serotypen vor, die unterschiedliche Krankheitsbilder hervorrufen können. Dazu zählen unter anderem:

Chlamydia trachomatis ist der häufigste Erreger von sexuell übertragbaren Krankheiten (STDs). Eine Infektion des Urogenitaltrakts durch Chlamydia trachomatis kann sich sowohl bei Frauen als auch bei Männern durch ein Brennen in der Harnröhre, Schmerzen beim Wasserlassen und genitalen Ausfluss bemerkbar machen. Leitsymptom ist bei Frauen häufig eine erstmals auftretende Zwischenblutung und diffuse Bauchschmerzen. In der Sonographie findet sich gelegentlich ein kleiner Aszites. Häufig bleibt eine Chlamydieninfektion jedoch symptomlos. Eine Vernarbung der Eileiter durch eine chronische Chlamydieninfektion ist ein häufiger Grund für ungewollte Kinderlosigkeit.

Wegen der relativen Symptomlosigkeit ist es wichtig, ein Chlamydienscreening durchzuführen. Nach dem 25. Lebensjahr sollte man bei allen diskreten Symptomen an Chlamydien denken und gezielt nach Sexualpartnern fragen.

Bei Befall der Augen findet man an den tarsalen Konjunktiven große Follikel. Sie erscheinen als leicht prominente, knötchenförmige Veränderungen ("Reiskörner") und sind jeweils von Blutgefäßen umgeben.

3 Epidemiologie

Da für Chlamydieninfektionen in Deutschland keine einheitliche Meldepflicht besteht, beruhen die Angaben zu ihrer Häufigkeit auf Stichproben oder Schätzungen. Für 25-29 jährige Männer wird die Inzidenz mit etwa 5% angegeben.

4 Diagnostik

Da der Erreger sich nicht anzüchten lässt und serologische Untersuchungen keine aussagefähigen Befunde ergeben, beruht die Diagnostik auf genetischen Methoden. Hierzu sind Urinproben (vorzugsweise Erststrahlurin), Cervixabstriche oder Harnröhrenabstriche geeignet. Die Probe muss Zellmaterial des Patienten enthalten. In der Regel sind spezielle Abstrichtupfer und Probentransportgefäße erforderlich. Dies sollte vor einer Probennahme mit dem Labor abgeklärt werden.

5 Therapie

Chlamydien-Infektionen sind für gewöhnlich mit Tetracyclin gut therapierbar (alternativ Makrolide oder Chinolone). Die Behandlungsdauer beträgt in der Regel 10 Tage (Doxycyclin 200) Es ist wichtig, den Sexualpartner mitzubehandeln, um einen Ping-Pong-Effekt zu vermeiden. Antibiotika, die an der Zellwand angreifen (z.B. Beta-Laktam-Antibiotika) oder in den Folsäurestoffwechsel interferieren (z.B. Sulfonamide) sind wirkungslos.

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