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Chilaiditisyndrom

Version vom 12. November 2015, 16:45 Uhr von Daniel Miller (Diskussion | Beiträge)

Synonym: Interpositio coli hepato-diaphragmatica

1 Definition

Das Chilaiditisyndrom ist seltene Erkrankung bei der sich Dickdarm und Teile des Dünndarms durch eine Drehung um die Längsachse des Mesenteriums zwischen Zwerchfell und Leber verlagern.

2 Symptome

Meist sind die Patienten symptomfrei, leichte Beschwerden wie Obstipation oder Blähungen können auftreten. Durch interponierte Darmabschnitte oder je nach Torsionsgrad des Darmes um sein Mesenterium kann es zu Schmerzen und schwerwiegenden Komplikationen wie einem Ileus kommen.

3 Diagnose

Diese seltene, anatomische Variante wird meist als Zufallsbefund bei gesunden Patienten entdeckt, aber auch bei Patienten mit besonders langem und hypermobilem Darm, chronischen Lungenerkrankungen und Emphysemen, Leberzirrhose und Aszites wurde es schon beobachtet.

Entdeckt wird es meistens im Rahmen einer Röntgen-Thorax-Aufnahme. Typisch sind Luftsicheln zwischen Zwerchfellkuppel und Leberschatten, die im Röntgenbild hypodens imponieren.

4 Differentialdiagnose

Pneumoperitoneum z.B. bei Darmperforation

5 Therapie

Entweder symptomatisch (z.B. mit Flohsamen gegen Obstipation) oder operativ mittels Hepato- oder Kolopexie

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