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Cheyletiellose (Katze): Unterschied zwischen den Versionen

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Als '''Cheyletiellose''' der [[Katze]] bezeichnet man einen Befall durch [[Cheyletiellidae|Raubmilben]] (Cheyletiellidae) der [[Gattung]] [[Cheyletiella]].
  
 
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Version vom 29. März 2021, 18:41 Uhr

Synonym: Raubmilbenbefall

1 Definition

Als Cheyletiellose der Katze bezeichnet man einen Befall durch Raubmilben (Cheyletiellidae) der Gattung Cheyletiella.

2 Ätiologie

Die Erkrankung wird durch Raubmilben der Gattung Cheyletiella, insbesondere Cheyletiella blakei, hervorgerufen. Bei engem Hundekontakt kann außerdem Cheyletiella yasguri vorgefunden werden. Der gesamte Lebenszyklus der Milben findet auf dem Wirtstier statt, wobei die Dauer etwa 18-34 Tage beträgt.

Raubmilben leben auf der Hautoberfläche und im Haarkleid der Katzen. Die Übertragung erfolgt in der Regel durch direkten Körperkontakt mit infizierten Tieren, wobei sich die Milben überwiegend von den Hautprodukten der Katzen ernähren und die Epidermis schädigen.

In Isolation vom Wirt können die Milben etwa zwei bis 10 Tage überleben.  

3 Klinik

Die klinischen Symptome treten in Abhängigkeit von der Befallsstärke auf. Bei starkem Befall kommt es zur Bildung von trockene Schuppen und Krusten, Papeln, Juckreiz und lokale Alopezie. Die Läsionen treten insbesondere an Rücken, Nacken und Kopf auf.

Ein geringgradiger Befall verläuft vor allem bei älteren Tieren meist symptomlos.

4 Diagnostik

Zur Diagnosefindung muss die Katze gründlich über einer dunklen Unterlage gebürstet und das Material unter dem Mikroskop beurteilt werden.

Alternativ kann der Milbennachweis mittels Abklatschmethode erfolgen. Dazu wird ein durchsichtiger Klebestreifen an mehreren Stellen auf das gescheitelte Fell gedrückt und mikroskopisch untersucht.

In die Diagnostik sollten auch alle Kontakttiere miteinbezogen werden, da inapparente Infektionen stattfinden können.

5 Differentialdiagnosen

Als Differentialdiagnose müssen unter anderem Notoedres-Räude, Haarlingsbefall, Flohspeichelallergie, Dermatophytose oder Demodikose in Betracht gezogen werden.

6 Therapie

In die Behandlung sind alle im Haushalt empfänglichen Wirte miteinzubeziehen. Die Therapie erfolgt mit Akariziden (z.B. Fipronil oder Selamectin) und muss nach sieben bis vierzehn Tagen wiederholt werden.

Zusätzlich sind die Liegeplätze der Katzen gründlich zu reinigen.

7 Zoonotische Bedeutung

Sowohl Cheyletiella blakei als auch Cheyletiella yasguri können auf den Menschen übertragen werden und können das Krankheitsbild der "Tierskabies" hervorrufen.

8 Quellen

  • Niemand HG (Begr.). Suter PF, Kohn B, Schwarz G (Hrsg.). 2012. Praktikum der Hundeklinik. 11., überarbeitete und erweiterte Auflage. Stuttgart: Enke-Verlag in MVS Medizinverlag Stuttgart GmbH & Co. KG. ISBN: 978-3-8304-1125-3.
  • ESCCAP. Milben bei der Katze (Zugriff: 27.03.2021)

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Fachgebiete: Veterinärmedizin

Diese Seite wurde zuletzt am 30. März 2021 um 00:41 Uhr bearbeitet.

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