Bitte logge Dich ein, um diesen Artikel zu bearbeiten.
Bearbeiten

Chelator

Version vom 8. Mai 2004, 19:21 Uhr von Nils Nicolay (Diskussion | Beiträge)

(Unterschied) « Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version » (Unterschied)

Von griechisch: chele - Krebsschere

1 Definition

Als Chelatoren bezeichnet man häufig organische Verbindungen, die zwei oder mehr freie Elektronenpaare aufweisen und damit mehr als eine koordinative Bindung mit einem zentralen (Metall-)Ion bilden können.

2 Medizinische Bedeutung

Chelatoren haben die Fähigkeit, in Lösung vorkommende freie Ionen zu binden und damit chemisch zu inaktivieren. Diese Eigenschaft benutzt man häufig, um bei einer Vergiftung mit Metallionen (Beispiele: Blei, Eisen) die Ionen aus der Lösung auszukomplexieren und ihre toxische Wirkung auf den Organismus damit zu unterbinden.
Daneben werden Chelatoren (besonders EDTA) verwendet, um in Blutproben das für die Blutgerinnung essentielle Kalzium zu binden und damit die Blutprobe ungerinnbar zu machen.

Tags:

Fachgebiete: Chemie

Diese Seite wurde zuletzt am 9. Juli 2019 um 18:04 Uhr bearbeitet.

Um diesen Artikel zu kommentieren, melde Dich bitte an.

Klicke hier, um einen neuen Artikel im DocCheck Flexikon anzulegen.

Artikel wurde erstellt von:

Letzte Autoren des Artikels:

14 Wertungen (2.86 ø)

63.231 Aufrufe

Copyright ©2021 DocCheck Medical Services GmbH | zur mobilen Ansicht wechseln
DocCheck folgen: