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Chelator: Unterschied zwischen den Versionen

 
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Als '''Chelatoren''' bezeichnet man häufig [[organisch]]e Verbindungen, die zwei oder mehr freie [[Elektronenpaar]]e aufweisen und damit mehr als eine [[koordinative Bindung]] mit einem zentralen (Metall-)[[Ion]] bilden können.
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Als '''Chelatoren''' bezeichnet man [[organisch]]e oder selten [[anorganisch]]e Verbindungen, die zwei oder mehr freie [[Elektronenpaar]]e aufweisen und damit mehr als eine [[koordinative Bindung]] mit einem zentralen (Metall-)[[Ion]] eingehen können. Damit haben sie die Fähigkeit, [[zweiwertig|zwei-]] oder mehrwertige [[Kation]]en in stabilen, ringförmigen [[Komplex]]en (sogenannte [[Chelat]]e) zu fixieren.
  
 
==Medizinische Bedeutung==
 
==Medizinische Bedeutung==
 
Chelatoren haben die Fähigkeit, in [[Lösung]] vorkommende freie Ionen zu binden und damit chemisch zu inaktivieren. Diese Eigenschaft benutzt man häufig, um bei einer Vergiftung mit Metallionen (Beispiele: Blei, Eisen) die Ionen aus der Lösung auszukomplexieren und ihre [[toxisch]]e Wirkung auf den Organismus damit zu unterbinden.<br>
 
Chelatoren haben die Fähigkeit, in [[Lösung]] vorkommende freie Ionen zu binden und damit chemisch zu inaktivieren. Diese Eigenschaft benutzt man häufig, um bei einer Vergiftung mit Metallionen (Beispiele: Blei, Eisen) die Ionen aus der Lösung auszukomplexieren und ihre [[toxisch]]e Wirkung auf den Organismus damit zu unterbinden.<br>
 
Daneben werden Chelatoren (besonders [[EDTA]]) verwendet, um in Blutproben das für die [[Blutgerinnung]] essentielle [[Kalzium]] zu binden und damit die Blutprobe ungerinnbar zu machen.
 
Daneben werden Chelatoren (besonders [[EDTA]]) verwendet, um in Blutproben das für die [[Blutgerinnung]] essentielle [[Kalzium]] zu binden und damit die Blutprobe ungerinnbar zu machen.

Version vom 8. Mai 2004, 19:24 Uhr

Von griechisch: chele - Krebsschere Synonyme: Chelatbildner, Chelon, Komplexon, Sequestrierungsmittel, Maskierungsmittel

1 Definition

Als Chelatoren bezeichnet man organische oder selten anorganische Verbindungen, die zwei oder mehr freie Elektronenpaare aufweisen und damit mehr als eine koordinative Bindung mit einem zentralen (Metall-)Ion eingehen können. Damit haben sie die Fähigkeit, zwei- oder mehrwertige Kationen in stabilen, ringförmigen Komplexen (sogenannte Chelate) zu fixieren.

2 Medizinische Bedeutung

Chelatoren haben die Fähigkeit, in Lösung vorkommende freie Ionen zu binden und damit chemisch zu inaktivieren. Diese Eigenschaft benutzt man häufig, um bei einer Vergiftung mit Metallionen (Beispiele: Blei, Eisen) die Ionen aus der Lösung auszukomplexieren und ihre toxische Wirkung auf den Organismus damit zu unterbinden.
Daneben werden Chelatoren (besonders EDTA) verwendet, um in Blutproben das für die Blutgerinnung essentielle Kalzium zu binden und damit die Blutprobe ungerinnbar zu machen.

Tags:

Fachgebiete: Chemie

Diese Seite wurde zuletzt am 9. Juli 2019 um 18:04 Uhr bearbeitet.

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