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Cestoden: Unterschied zwischen den Versionen

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Bei den '''Cestoden''', in Deutschland besser bekannt als "Bandwürmer", handelt es sich um eine Klasse von [[parasitisch]] lebenden [[Helminthen]] (Würmern).
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Bei den '''Cestoden''' (Bandwürmer) handelt es sich um eine [[parasitär]]e Klasse der [[Plathelminthes]] ([[Helminthen]]), die je nach Entwicklungsstadium unterschiedliche [[Organ]]e verschiedener Tiere, einschließlich des [[Mensch]]en, besiedeln.
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Cestoden haben eine weiße bis etwas gelbliche Farbe. Die Würmer besitzen einen [[Scolex]] (Kopf) mit Saugnäpfen und teilweise einem [[Rostellum]] (Hakenkranz). Sie bestehen aus einer Reihe von [[Proglottide]]n (Bandwurmglieder). Diese können aneinandergereiht (bis zu mehreren Tausend) eine Kette (Strobila) bilden. Die Würmer können so insgesamt zwischen 2mm und 20m Länge erreichen.
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Cestoden sind [[Endoparasit]]en, die über keinen eigenen Darm verfügen. Sie nehmen statt dessen Nährstoffe aus dem Darm des [[Wirt]]es direkt über ihre Körperoberfläche ([[Tegument]]) auf. Bandwürmer sind [[Zwitter]], die gleichzeitig weibliche und männliche Geschlechtsorgane besitzen. Zur Vermehrung benötigen sie für ihren Entwicklungszyklus einen oder zwei [[Zwischenwirt]]e.
  
 
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Man unterteilt die Cestoden wie folgt:
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Es sind circa 3.500 Arten bekannt. Einige medizinisch bedeutende Vertreter sind:
*[[Taenien]]
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*[[Pseudophyllidae]]
**[[Taenia saginata]] (Rinderbandwurm)  
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**z.B. [[Diphyllobothrium latum]] (Fischbandwurm)
**[[Taenia solium]] (Schweinebandwurm)
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*[[Cyclophyllidae]]
*[[Echinokokken]]
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**[[Taenien]]:
**[[Echinococcus multilocularis]] (Fuchsbandwurm)
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***[[Taenia saginata]] (Rinderbandwurm)
**[[Echinococcus granulosus]] (Hundebandwurm)
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***[[Taenia solium]] (Schweinebandwurm)
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**[[Echinococcus|Echinokokken]] (im Mensch kommt nur die [[Finne]], nicht der adulte Wurm vor!)
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***[[Echinococcus multilocularis]] (Fuchsbandwurm)
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***[[Echinococcus granulosus]] (Hundebandwurm)
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Echinokokken und Taenien sind weltweit verbreitet. Man schätzt allein beim Rinderbandwurm  weltweit ca. 50 Millionen Infestationen. Infektionen mit Pseudophyllidae sind in Mitteleuropa dagegen sehr selten.
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Der Mensch infiziert sich normalerweise durch die Aufnahme von rohem [[finnen]]haltigem Fleisch. Lediglich in der Phase, in der der Wurm zur Geschlechtsreife auswächst, kommt es zu starkem Hunger, Gewichtsverlust und Durchfällen. Danach verläuft die Wurm-[[Infestation]] in der Regel symptomlos und der Parasit bleibt unbemerkt.
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Eine [[Appendizitis]] aufgrund von Proglottiden ist sehr selten. Der Nachweis der Eier im Stuhl gestattet die Diagnose einer Wurm-Infestation.
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[[Fachgebiet:Biologie]]
 
[[Fachgebiet:Parasitologie]]
 
[[Fachgebiet:Parasitologie]]
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[[Tag:Parasit]]
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[[Tag:Wurm]]

Aktuelle Version vom 24. Oktober 2016, 18:59 Uhr

Synonyme: Bandwürmer, Cestoda
Englisch: cestodes, tapeworm

1 Definition

Bei den Cestoden (Bandwürmer) handelt es sich um eine parasitäre Klasse der Plathelminthes (Helminthen), die je nach Entwicklungsstadium unterschiedliche Organe verschiedener Tiere, einschließlich des Menschen, besiedeln.

2 Charakteristika

Cestoden haben eine weiße bis etwas gelbliche Farbe. Die Würmer besitzen einen Scolex (Kopf) mit Saugnäpfen und teilweise einem Rostellum (Hakenkranz). Sie bestehen aus einer Reihe von Proglottiden (Bandwurmglieder). Diese können aneinandergereiht (bis zu mehreren Tausend) eine Kette (Strobila) bilden. Die Würmer können so insgesamt zwischen 2mm und 20m Länge erreichen.

Cestoden sind Endoparasiten, die über keinen eigenen Darm verfügen. Sie nehmen statt dessen Nährstoffe aus dem Darm des Wirtes direkt über ihre Körperoberfläche (Tegument) auf. Bandwürmer sind Zwitter, die gleichzeitig weibliche und männliche Geschlechtsorgane besitzen. Zur Vermehrung benötigen sie für ihren Entwicklungszyklus einen oder zwei Zwischenwirte.

3 Einteilung

Es sind circa 3.500 Arten bekannt. Einige medizinisch bedeutende Vertreter sind:

Echinokokken und Taenien sind weltweit verbreitet. Man schätzt allein beim Rinderbandwurm weltweit ca. 50 Millionen Infestationen. Infektionen mit Pseudophyllidae sind in Mitteleuropa dagegen sehr selten.

4 Klinik

Der Mensch infiziert sich normalerweise durch die Aufnahme von rohem finnenhaltigem Fleisch. Lediglich in der Phase, in der der Wurm zur Geschlechtsreife auswächst, kommt es zu starkem Hunger, Gewichtsverlust und Durchfällen. Danach verläuft die Wurm-Infestation in der Regel symptomlos und der Parasit bleibt unbemerkt.

Eine Appendizitis aufgrund von Proglottiden ist sehr selten. Der Nachweis der Eier im Stuhl gestattet die Diagnose einer Wurm-Infestation.

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Fachgebiete: Biologie, Parasitologie

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