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Cefadroxil

Version vom 30. November 2008, 16:04 Uhr von Sebastian Bickelhaupt (Diskussion | Beiträge)

Handelsnamen: Bidocef®, Cefadroxil Hexal®, u.v.a.
Englisch: Cefadroxil

1 Definition

Cefadroxil ist ein Antibiotikum aus der Gruppe der oral applizierbaren Cephalosporine der ersten Generation, das seine Anwendung bei der Behandlung von bakteriellen Infektionen findet.

2 Chemie

Die genaue chemische Bezeichnung (IUPAC-Name) von Cefadroxil lautet: 8-[2-amino-2-(4-hydroxyphenyl)-acetyl]a mino-4-methyl- 7-oxo-2-thia-6-azabicyclo [4.2. 0] oct-4-ene-5-carboxylic acid

Die Summenformel des Stoffes ist: C16H17N3O5S.

Die Molekulare Masse (Molekulargewicht) beträgt: 363.38 g/mol

3 Wirkmechanismus

Cefadroxil zählt als Cephalosporin der ersten Generation zu der Übergruppe der ß-Lactame und wirkt über eine Hemmung der Zellwandsynthese der Bakterien.

Cefadroxil hemmt die Peptidoglykansynthese, die für die regelrechte Quervernetzung der Peptidoglykane innerhalb der Bakterienzellwand zuständig ist. Es kommt zu einem strukturellen Integritätsverlust und einer Störung des geregelten Aufbaus der Bakterienzellwand, der für die Bakterien überlebenswichtig ist (bakterizide Wirkung auf proliferierende Bakterien).

4 Pharmakokinetik

Cefadroxil wird oral appliziert und weißt nach der Applikation eine Halbwertszeit von anderthalb Stunden auf.

5 Anwendungsgebiete

Als ß-Lactam-Antibiotikum aus der Gruppe der Cephalosporine wird Cefadroxil bei der Behandlung unterschiedlicher bakterieller Infektionen eingesetzt:

6 Wirkspektrum

Cefadroxil weißt als Cephalosporin der ersten Generation ein Wirkspektrum auf, das vor allem die gram-positiven Bakterien umfasst.

Hierzu zählen unter anderem:

Bei der Anwendung von Cefadroxil ist zu beachten, dass dieses eine Enterokokkenlücke aufweist und hiermit keine Wirkung gegen Enterokokken entfaltet. Auch in der Behandlung gegen Erreger wie Mykoplasmen und Chlamydien, sowie MRSA und Pseudomonas aeruginosa ist Cefadroxil unwirksam.

7 Nebenwirkungen

Bei der Behandlung mit Cefadroxil kann es zu verschiedenen unerwünschten Wirkungen kommen. Hierzu zählen unter anderem Überempfindlichkeitsreaktionen des Gastrointestinaltraktes mit dem Auftreten von Durchfall, Erbrechen und Übelkeit. Des weiteren kann es zu Schwindel und Elektrolytstörungen kommen. Ebenso sind Kreuzresistenzen mit Penicillinen bekannt.

In der Labordiagnostik ist die Kenntnis von Cefadroxil von Bedeutung, da es bei der Anwendung zu einer Verfälschung der Zucker- und der Ketonkörperbestimmung im Urin, sowie des Coombs-Testes kommen kann.

8 Verordnungshinweis

Cefadroxil ist verschreibungspflichtig.

Diese Seite wurde zuletzt am 30. November 2008 um 16:04 Uhr bearbeitet.

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