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Cashewnussallergie: Unterschied zwischen den Versionen

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Die '''Cashewnussallergie''' ist eine [[Allergie]] gegen Bestandteile der [[Cashewnuss]].
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Die Cashewnuss kommt aus den Tropen und ist daher in Deutschland kein traditionell verbreitetes Nahrungsmittel. Durch die zunehmende Internationalisierung der Nahrungsmittelproduktion und die Veränderung der Essgewohnheiten sind Cashewnüsse oder ihre Bestandteile jedoch mittlerweile auch in Europa in vielen Nahrungsmitteln zu finden, u.a. in Müslis, Nussriegeln, Smoothies und Pesto-Saucen. Darüber hinaus sind sie Bestandteil vieler asiatischer Gerichte, die z.B. in Restaurants mit indischen, chinesischen oder thailändischen Gerichten serviert werden.
 
Die Cashewnuss kommt aus den Tropen und ist daher in Deutschland kein traditionell verbreitetes Nahrungsmittel. Durch die zunehmende Internationalisierung der Nahrungsmittelproduktion und die Veränderung der Essgewohnheiten sind Cashewnüsse oder ihre Bestandteile jedoch mittlerweile auch in Europa in vielen Nahrungsmitteln zu finden, u.a. in Müslis, Nussriegeln, Smoothies und Pesto-Saucen. Darüber hinaus sind sie Bestandteil vieler asiatischer Gerichte, die z.B. in Restaurants mit indischen, chinesischen oder thailändischen Gerichten serviert werden.
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Die Allergene der Cashewnuss sind nicht vollständig identifiziert. Teilweise handelt es sich um Samenspeicherproteine der Nussfrucht. Bekannte Allergene sind Ana o 1, ein [[Vicilin]]-artiges Protein und Ana o 2, ein [[Legumin]]-artiges Protein, beide aus der Superfamilie der [[Cupin]]e. Darüber hinaus ist Ana o 3, ein 2S Albumin aus der Familie der [[Prolamin]]e, identifiziert.<ref>Varelis, P. et al: Encyclopedia of Food Chemistry, Volume 1, Elsevier, 2018</ref>
  
 
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[[Kreuzallergie]]n können mit anderen Nussfrüchten aus der Familie der Sumachgewächse (Anacardiaceae) bestehen, z.B. mit Pistazien oder rosa Pfeffer.<ref>
 
[[Kreuzallergie]]n können mit anderen Nussfrüchten aus der Familie der Sumachgewächse (Anacardiaceae) bestehen, z.B. mit Pistazien oder rosa Pfeffer.<ref>
 
Bastiaan-Net S, et al.: [https://www.ncbi.nlm.nih.gov/m/pubmed/30368491 IgE Cross-Reactivity of Cashew Nut Allergens.] Int Arch Allergy Immunol. 2019;178(1):19-32. doi: 10.1159/000493100. Epub 2018 Oct 26.</ref>
 
Bastiaan-Net S, et al.: [https://www.ncbi.nlm.nih.gov/m/pubmed/30368491 IgE Cross-Reactivity of Cashew Nut Allergens.] Int Arch Allergy Immunol. 2019;178(1):19-32. doi: 10.1159/000493100. Epub 2018 Oct 26.</ref>
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Bei schwerer allergischer Reaktion kann es zu zentralnervösen Wirkungen ([[Unruhe]], [[Brechreiz]]) und einer generellen [[Vasodilatation]] mit Flüssigkeitsverschiebung ins [[Interstitium]] kommen. Klinisch lässt sich dann eine [[Hypotonie]] feststellen, die im Extremfall in einen [[Schock]] übergeht.
  
 
==Rechtliches==
 
==Rechtliches==
Mit Inkrafttreten der EU-Lebensmittelinformationsverordnung Nr. 1169/2011<ref>[https://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=OJ:L:2011:304:0018:0063:de:PDF Verordnung (EU) Nr. 1169/2011 des europäischen Parlaments und des Rates vom 25. Oktober 2011]</ref> wurde die bisher nur für verpackte Lebensmittel geltende Informationspflicht über das Vorkommen von 14 Hauptallergenen (einschließlich [[Schalenfrucht|Schalenfrüchte]])<ref>Wirtschaftskammer Kärnten, Österreich. [http://www.wkk.or.at/tourismus/hygiene/download/WKO_ALLERGENE_PLAKAT_A3_KTN.pdf Die 14 Allergene]</ref> auch auf sogenannte "lose Ware" ausgedehnt.
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Mit Inkrafttreten der EU-Lebensmittelinformationsverordnung Nr. 1169/2011<ref>[https://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=OJ:L:2011:304:0018:0063:de:PDF Verordnung (EU) Nr. 1169/2011 des europäischen Parlaments und des Rates vom 25. Oktober 2011]</ref> wurde die bisher nur für verpackte Lebensmittel geltende Informationspflicht über das Vorkommen von 14 Hauptallergenen (einschließlich [[Schalenfrucht|Schalenfrüchten]])<ref>Wirtschaftskammer Kärnten, Österreich. [http://www.wkk.or.at/tourismus/hygiene/download/WKO_ALLERGENE_PLAKAT_A3_KTN.pdf Die 14 Allergene]</ref> auch auf sogenannte "lose Ware" ausgedehnt.
  
 
Seit dieser Regelung müssen in allen europäischen Ländern alle Gastgewerbebetriebe jene Zutaten in ihren Gerichten deklarieren, die zu Allergien oder Lebensmittelunverträglichkeiten führen können, sodass auch Gerichte oder Waren, die Cashewnüsse oder Bestandteile dieser enthalten, klar ersichtlich sind.
 
Seit dieser Regelung müssen in allen europäischen Ländern alle Gastgewerbebetriebe jene Zutaten in ihren Gerichten deklarieren, die zu Allergien oder Lebensmittelunverträglichkeiten führen können, sodass auch Gerichte oder Waren, die Cashewnüsse oder Bestandteile dieser enthalten, klar ersichtlich sind.
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Aktuelle Version vom 8. Oktober 2019, 13:49 Uhr

Synonym: Cashew-Allergie

1 Definition

Die Cashewnussallergie ist eine Allergie gegen Bestandteile der Cashewnuss (Anacardium occidentale). Sie gehört zu den Nahrungsmittelallergien.

2 Hintergrund

Die Cashewnuss kommt aus den Tropen und ist daher in Deutschland kein traditionell verbreitetes Nahrungsmittel. Durch die zunehmende Internationalisierung der Nahrungsmittelproduktion und die Veränderung der Essgewohnheiten sind Cashewnüsse oder ihre Bestandteile jedoch mittlerweile auch in Europa in vielen Nahrungsmitteln zu finden, u.a. in Müslis, Nussriegeln, Smoothies und Pesto-Saucen. Darüber hinaus sind sie Bestandteil vieler asiatischer Gerichte, die z.B. in Restaurants mit indischen, chinesischen oder thailändischen Gerichten serviert werden.

3 Allergene

Die Allergene der Cashewnuss sind nicht vollständig identifiziert. Teilweise handelt es sich um Samenspeicherproteine der Nussfrucht. Bekannte Allergene sind Ana o 1, ein Vicilin-artiges Protein und Ana o 2, ein Legumin-artiges Protein, beide aus der Superfamilie der Cupine. Darüber hinaus ist Ana o 3, ein 2S Albumin aus der Familie der Prolamine, identifiziert.[1]

4 Kreuzallergie

Kreuzallergien können mit anderen Nussfrüchten aus der Familie der Sumachgewächse (Anacardiaceae) bestehen, z.B. mit Pistazien oder rosa Pfeffer.[2]

5 Symptome

Die Symptome entsprechen den typischen Zeichen einer allergischen Sofortreaktion. Sie sind abhängig von der Art des Allergenkontakts (orale Aufnahme, Hautkontakt). Möglich sind:

Bei schwerer allergischer Reaktion kann es zu zentralnervösen Wirkungen (Unruhe, Brechreiz) und einer generellen Vasodilatation mit Flüssigkeitsverschiebung ins Interstitium kommen. Klinisch lässt sich dann eine Hypotonie feststellen, die im Extremfall in einen Schock übergeht.

6 Rechtliches

Mit Inkrafttreten der EU-Lebensmittelinformationsverordnung Nr. 1169/2011[3] wurde die bisher nur für verpackte Lebensmittel geltende Informationspflicht über das Vorkommen von 14 Hauptallergenen (einschließlich Schalenfrüchten)[4] auch auf sogenannte "lose Ware" ausgedehnt.

Seit dieser Regelung müssen in allen europäischen Ländern alle Gastgewerbebetriebe jene Zutaten in ihren Gerichten deklarieren, die zu Allergien oder Lebensmittelunverträglichkeiten führen können, sodass auch Gerichte oder Waren, die Cashewnüsse oder Bestandteile dieser enthalten, klar ersichtlich sind.

7 Quellen

  1. Varelis, P. et al: Encyclopedia of Food Chemistry, Volume 1, Elsevier, 2018
  2. Bastiaan-Net S, et al.: IgE Cross-Reactivity of Cashew Nut Allergens. Int Arch Allergy Immunol. 2019;178(1):19-32. doi: 10.1159/000493100. Epub 2018 Oct 26.
  3. Verordnung (EU) Nr. 1169/2011 des europäischen Parlaments und des Rates vom 25. Oktober 2011
  4. Wirtschaftskammer Kärnten, Österreich. Die 14 Allergene

Diese Seite wurde zuletzt am 8. Oktober 2019 um 13:49 Uhr bearbeitet.

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