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Carotisangiographie

Version vom 7. Mai 2021, 09:59 Uhr von Dr. med. univ. Mats Klas (Diskussion | Beiträge)

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1 Definition

Die Carotisangiographie ist ein invasives bildgebendes Verfahren, das mit Hilfe von Kontrastmitteln den Innenraum (Lumen) der extra- und intrakraniellen Gefäße im Kopf-Hals-Bereich sichtbar macht. Sie ermöglicht dadurch die Detektion von Stenosen, Gefäßmissbildungen und Aneurysmen in den Karotiden sowie den zerebralen Gefäßen.

2 Untersuchungsmethoden

Es gibt verschiedene Methoden zur angiographischen Darstellung der Kopf-Hals-Gefäße. In der Regel erfolgt der Zugang mittels transfemoraler Kathetertechnik. Sie ist die sicherste und einfachste Methode. Weitere Zugangsmöglichkeiten sind:

  • Karotisdirektpunktion
  • Transbrachiale Kathetertechnik
    • Der Zugang erfolgt in der Regel über die rechte Arteria brachialis
    • Sie ist indiziert, wenn sich bei dem Patienten kein Leistenpuls tasten lässt
  • Gegenstromangiographie
    • Die Kontrastmittelinjektion erfolgt über die rechte Arteria brachialis. Eine simultane beidseitige Angiographie kann bei Verdacht auf vertebrobasiläre Gefäßprozesse durchgeführt werden.
    • Von Nachteil ist die teils unvollständige Darstellung der Gefäße

3 Indikationen

Die Indikation zur diagnostischen Carotisangiographie muss aufgrund der Strahlenbelastung eng gestellt werden. Zur genauen Darstellung von Gefäßanomalien, Aneurysmen oder Stenose im Strömungsbereich der A. carotis interna und folgenden Gefäßstämmen.

4 Ablauf

Der Linksherzkatheter wird über die Aorta in die richtigen Position der Abgänge der A. carotis communis gebracht. Es wird ein entsprechendes Kontrastmittel eingebracht, deren Verteilung über die begleitenden Bildgebung beobachtet und digital aufgezeichnet wird. Das Kontrastmittel wird routinemäßig über einen intravenösen Zugang der Peripherie eingebracht. Aufgrund der Strahlenbelastungen wird im Bereich des Kopfes und Halses die Bildgebung per MRT empfohlen.


3 Projektionen

Bei der Carotisangiografie werden spezielle Projektionen verwendet, um die aufsteigenden Gefäße der Versorgung des Kopfes ohne Verzerrung darzustellen und Überlagerungen zu vermeiden. Der Strahlengang wird dazu in verschiedenen Winkeln zur Medianebene sowie zur Horizontalebene eingestellt. Der Surview erfolgt in der Regel per Einstellung dual von 90° im 180°, der Scanbereich wird festgelegt vom Aortenbogen o. der Karotisbifurkation bis zur Schädelkalotte.

4 Indikationen

Die Indikation zur diagnostischen Carotisangiographie muss aufgrund der Strahlenbelastung eng gestellt werden. Zur genauen Darstellung von Gefäßanomalien, Aneurysmen oder Stenose im Strömungsbereich der A. carotis interna und folgenden Gefäßstämmen.

5 Alternativen

Als Alternative zum konventionellen Vorgehen kommen drei Methoden in Betracht.

- Carotis Magnetresonanz-Angiografie (MR-MRT) - Nichtinvasive CT-Carotisangiografie - Doppler-Sonografie Der Vorteil dieser Methoden liegt darin, dass sie nicht-invasiv, d.h. deutlich risikoärmer sind. Beim MR-MRT kommt noch die geringere Strahlenbelastung hinzu.

Diese Seite wurde zuletzt am 7. Mai 2021 um 16:39 Uhr bearbeitet.

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