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Caldesmon

Version vom 12. November 2021, 15:49 Uhr von Rudolf Ferdinand Forberger (Diskussion | Beiträge)

Englisch: caldesmon

1 Definition

Das etwa 75nm lange Protein (MW: 150.000) Caldesmon spielt eine regulatorische Rolle bei der Kontraktion der glatten Muskulatur. Durch Wechselwirkungen mit Aktin beeinflusst es calciumabhängig die Assoziation von Myosin in glatten Muskelzellen.

2 Regulation Muskelkontraktion der glatten Muskulatur

Bei Ca2+-Konzentration unter 10-6 M wird die Bindung von Myosin an Aktin verhindert: Das seilartige Protein Tropomyosin lagert sich in kontinuierlichen Ketten entlang von Aktinfilamenten an. Caldesmon bindet an Tropomyosin-Aktin und bildet einen Komplex, der die Bindung von Myosin an Aktin verringert und somit die Kontraktion unterbindet. Diese Blockade hält den Muskel im entspannten Zustand.

Steigt die intrazelluläre Konzentration von Calcium an, bindet Ca2+-Calmodulin an Caldesmon und führt zur Ablösung des blockierenden Komplexes. Die Myosin-Bindestellen werden freigegeben.

Ca2+-Calmodulin aktiviert die-Myosin-leichte-Ketten-Kinase. Diese phosphoryliert nun die regulatorische leichte Kette das Myosins. Die phosphorylierten Querbrücken können nun an Aktin binden und Kraft durch den Querbrückenzyklus generieren.

Die Bindungsaffinität von Caldesmon wird zusätzlich von Proteinkinasen reguliert (u.a. MAP-Kinase). Phosporyliertes Caldesmon bindet nicht an Aktin und kann somit nicht die Aktin-Myosin-Wechselwirkung blockieren. Phosphatasen heben diese Hemmung wiederum auf.

Diese Seite wurde zuletzt am 12. November 2021 um 15:49 Uhr bearbeitet.

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