Bitte logge Dich ein, um diesen Artikel zu bearbeiten.
Bearbeiten

CGMP: Unterschied zwischen den Versionen

 
(Eine dazwischenliegende Version von einem anderen Benutzer werden nicht angezeigt)
Zeile 4: Zeile 4:
 
==Definition==
 
==Definition==
 
'''cGMP''' ist ein [[Nukleotid]] und ein chemischer Botenstoff, der als [[second messenger]] in viele [[Signalkaskade]]n von [[Stoffwechsel]] und [[Hormon]]wirkung eingeschaltet ist.
 
'''cGMP''' ist ein [[Nukleotid]] und ein chemischer Botenstoff, der als [[second messenger]] in viele [[Signalkaskade]]n von [[Stoffwechsel]] und [[Hormon]]wirkung eingeschaltet ist.
 +
 +
* [[Summenformel]]: C<sub>10</sub>H<sub>12</sub>N<sub>5</sub>O<sub>7</sub>P
 +
 +
<dc3dmodel id="f2c9be3f84684ba48dd89867fcd4682a" ui_controls="1" />
  
 
==Synthese und Metabolismus==
 
==Synthese und Metabolismus==
Zeile 15: Zeile 19:
 
*cGMP-abhängige [[Proteinkinase]]n ([[Proteinkinase G]]): Sie gehören zur Familie der [[Threonin-Serin-Kinase]]n und kommen in hohen Konzentrationen in der [[glatte Muskulatur|glatten Muskulatur]] vor. Der [[N-terminal]]e Bereich der Proteinkinase enthält eine [[autoinhibitorisch]] wirksame [[Pseudosubstrat-Region]], deren negativ-regulierende Wirkung durch Bindung an cGMP aufgehoben wird. Dadurch wird die [[Relaxation]] der glatten Muskulatur ausgelöst und resultiert in einer [[Vasodilatation]] oder einer [[Bronchodilatation]].  
 
*cGMP-abhängige [[Proteinkinase]]n ([[Proteinkinase G]]): Sie gehören zur Familie der [[Threonin-Serin-Kinase]]n und kommen in hohen Konzentrationen in der [[glatte Muskulatur|glatten Muskulatur]] vor. Der [[N-terminal]]e Bereich der Proteinkinase enthält eine [[autoinhibitorisch]] wirksame [[Pseudosubstrat-Region]], deren negativ-regulierende Wirkung durch Bindung an cGMP aufgehoben wird. Dadurch wird die [[Relaxation]] der glatten Muskulatur ausgelöst und resultiert in einer [[Vasodilatation]] oder einer [[Bronchodilatation]].  
  
*[[cGMP-gesteuerter Ionenkanal|cGMP-gesteuerte Ionenkanäle]]: Sie sind in den [[Photorezeptor]]zellen, einzelnen [[olfaktorisch]]em sensorischen [[Neuron]]en und dem [[Epithel]] der [[renales Sammelrohr|renalen Sammelrohre]] enthalten. Ihre Funktion ist in den [[Sinneszelle]]n im unstimulierten Zustand das [[Membranpotential]] der Zellen aufrecht zu erhalten. Die Aktivierung durch die [[Phosphodiesterase]] wird die [[Hyperpolarisation]] der Sinneszellen und somit die Reizweiterleitung ausgelöst. In den [[Sammelrohrepithelzelle]]n sind die [[Ionenkanal|Ionenkanäle]] möglicherweise an der Stimulierung der Natiumausscheidung ([[Natriurese]]) beteiligt.
+
*[[cGMP-gesteuerter Ionenkanal|cGMP-gesteuerte Ionenkanäle]]: Sie kommen in [[Photorezeptor]]zellen, einzelnen [[olfaktorisch]]en [[Neuron]]en und im [[Epithel]] der [[Sammelrohr|renalen Sammelrohre]] vor. Ihre Funktion ist es, in den [[Sinneszelle]]n im unstimulierten Zustand das [[Membranpotential]] der Zellen aufrecht zu erhalten. Bei Aktivierung durch die [[Phosphodiesterase]] wird die [[Hyperpolarisation]] der Sinneszellen und somit die Reizweiterleitung ausgelöst. In den [[Sammelrohrepithelzelle]]n sind die [[Ionenkanal|Ionenkanäle]] möglicherweise an der Stimulierung der Natriumausscheidung ([[Natriurese]]) beteiligt.
 
[[Fachgebiet:Biochemie]]
 
[[Fachgebiet:Biochemie]]
 
[[Fachgebiet:Physiologie]]
 
[[Fachgebiet:Physiologie]]

Aktuelle Version vom 6. Mai 2016, 18:56 Uhr

Synonym: zyklisches Guanosinmonophosphat
Englisch: cyclic GMP

1 Definition

cGMP ist ein Nukleotid und ein chemischer Botenstoff, der als second messenger in viele Signalkaskaden von Stoffwechsel und Hormonwirkung eingeschaltet ist.

Klicken und ziehen, um das 3D-Modell auf der Seite zu verschieben.

2 Synthese und Metabolismus

Im menschlichen Organismus wird cGMP durch die Guanylylcyclase aus GTP synthetisiert. Es existieren zwei Isoformen des Enzyms, die in unterschiedlichen Geweben vorkommen und unterschiedlich aktiviert werden. Entweder ist es in die Zellmembran eingelagert und wird von ANP stimuliert oder es kommt im Zytosol vor und wird durch NO aktiviert.

Der Abbau von cGMP zu GMP wird hydrolytisch über eine cGMP-spezifische Phosphodiesterase vermittelt.

3 Funktion

Die Funktionen von cGMP sind sehr unterschiedlich, beruhen aber auf nur zwei verschiedenen Prinzipien:

Diese Seite wurde zuletzt am 25. August 2015 um 11:53 Uhr bearbeitet.

Um diesen Artikel zu kommentieren, melde Dich bitte an.

Klicke hier, um einen neuen Artikel im DocCheck Flexikon anzulegen.

Artikel wurde erstellt von:

Letzte Autoren des Artikels:

5 Wertungen (4.6 ø)

48.270 Aufrufe

Copyright ©2021 DocCheck Medical Services GmbH | zur mobilen Ansicht wechseln
DocCheck folgen: