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CD3

Version vom 26. Mai 2018, 13:07 Uhr von Gregor Barth (Diskussion | Beiträge)

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1 Definition

CD3 steht für Cluster of Differentiation 3 und stellt ein Transmembranprotein der T-Lymphozyten dar. CD3-Proteine induzieren die Expression des T-Zell-Rezeptors an der Zelloberfläche und sind an der Übertragung des Aktivierungssignals in die intrazelluläre Matrix beteiligt. [1]

2 Aufbau

Der CD3-Proteinkomplex besteht aus 4 Polypeptidketten. Beim Menschen besteht dieser aus einer γ-Kette, einer δ-Kette und zwei ε-Ketten. Zusammen mit dem T-Zell-Rezeptor und zwei weiteren Polypeptidketten, den ζ-Ketten (Zetta-Chains), bilden sie den TCR-CD3-Komplex.

3 Signaltransduktion im T-Lymphozyten

Die Bindung eines MHC-Antigenpeptids (über Präsentation der Antigenpräsentierenden Zellen) an den TCR-CD3-Proteinkomplex, induziert eine Aggregation von Adhäsionsstrukturen und Corezeptoren auf der T-Zelle. Die intrazellulären Anteile des CD3-Komplexes enthalten eine Peptidsequenz von 4 Aminosäuren, die sogenannten Immunorezeptor Tyrosin-abhängigen Aktivierungs-Motive oder kurz ITAM, welche essentiell für die Signaltransduktion innerhalb des T-Lymphozyten sind. Nach Aktivierung kommt es zur räumlichen Annäherung einer Tyrosinkinase der Corezeptoren CD4 und CD8 (je nach T-Zell-Art) und der am CD3-Komplex angelagerten cytoplasmatischen Tyrosinkinase (Lck). Konsekutiv kommt es zur Phosphorylierung der cytoplasmatischen Anteile des CD3-Komplexes, des sogenannten ITAMs. Dadurch wird eine Bindung eines Proteins, das ZAP-70, an die ITAMs ermöglicht. Die über Phosphorylierung ausgelöste Aktivierung des ZAP-70 stellt die Initialreaktion zur Auslösung verschiedener Signalkaskaden dar, wie dem Ras/Fos-Weg oder dem Inositol-Triphosphat-Weg. Diese Signalkaskaden sind für die Aktivierung von Effektorzellen (CD8-Zellen) und der Produktion von Cytokinen wichtig. [2]

4 Pharmakologische Relevanz

Das Pharmakon Muromonab-CD3 (Handelsname Orthoclone OKT3), welches einen monoklonalen Antikörper darstellt, richtet sich gegen die ε-Kette des CD-3-Proteins menschlicher T-Lymphozyten. Konsekutiv wird die Wechselwirkung des T-Zell-Rezeptors mit dem entsprechenden Antigen inhibiert. Neben der Blockade des T-Zell-Rezeptor-CD3-Komplexes kommt es auch zu einer Abnahme der CD3-positiven T-Zellen. Zugelassen ist das Medikament zur Behandlung von akuten, steroidresistenten Abstoßungsreaktionen nach Organtransplantation.[1]

5 Quellen

  1. 1,0 1,1 Mutschler, Ernst et al.: Mutschler Arzneimittelwirkungen, (10. Auflage, S. 926-947), Wiss. Verl.-Ges.: Stuttgart, 2013
  2. Ansorge S. (2007) Immunsystem. In: Löffler G., Petrides P.E., Heinrich P.C. (eds) Biochemie und Pathobiochemie. (S.1114 f.) Springer-Lehrbuch. Springer, Berlin, Heidelberg

Diese Seite wurde zuletzt am 26. Mai 2018 um 13:07 Uhr bearbeitet.

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