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Bohr-Effekt: Unterschied zwischen den Versionen

 
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Der '''Bohr-Effekt''' (nach dem dänischen Phsysiologen [[Christian Bohr]]) beschreibt die Abhängigkeit zwischen der [[Sauerstoff]]-Bindungsaffinität von [[Hämoglobin]] und dem Säuredruck der Umgebung. Bohr-Effekt und die [[kooperative Bindung]] von Sauerstoff machen Hämoglobin zum idealen Sauerstofftransporter.<br>
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Der '''Bohr-Effekt''' (nach dem dänischen Physiologen [[Christian Bohr]] (1855–1911), Vater des Physikers [[Niels Bohr]]) beschreibt die Abhängigkeit zwischen der [[Sauerstoff]]-Bindungsaffinität von [[Hämoglobin]] und dem Säuredruck der Umgebung. Bohr-Effekt und die [[kooperative Bindung]] von Sauerstoff machen Hämoglobin zum idealen Sauerstofftransporter.<br>
  
 
==Grundlagen==
 
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Bei sinkendem pH-Wert und steigendem [[Kohlenstoffdioxid|CO<sub>2</sub>]]-[[Partialdruck]] sinkt die Bindungsaffinität von Hämoglobin und die Sauerstofffreisetzung wird begünstigt. Eine hohe Konzentration an gelöstem CO<sub>2</sub> im Blut führt hierbei zu einer Verminderung des [[pH-Wert]]s und hat dadurch hauptsächlich einen indirekt einen Einfluss auf die O<sub>2</sub>-Bindung von Hämoglobin. Von der Peripherie zur Lunge wird also der Transport und die Abgabe von CO<sub>2</sub> begünstigt.  
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Bei sinkendem [[pH-Wert]] ([[Azidose]]) und steigendem [[Kohlenstoffdioxid|CO<sub>2</sub>]]-[[Partialdruck]] ([[Hyperkapnie]]) sinkt die Bindungsaffinität von Hämoglobin und die Sauerstofffreisetzung wird begünstigt. Eine hohe Konzentration an gelöstem CO<sub>2</sub> im Blut führt hierbei zu einer Verminderung des [[pH-Wert]]s und hat dadurch hauptsächlich einen indirekten Einfluss auf die O<sub>2</sub>-Bindung von Hämoglobin. Von der Peripherie zur Lunge wird also der Transport und die Abgabe von CO<sub>2</sub> begünstigt. Grund für die abnehmende Bindungsaffinität für Sauerstoff ist die Stabilisierung des [[Desoxyhämoglobin]]s durch [[Proton]]en, welche an [[Imidazol]]reste und [[Aminogruppe|α-Aminogruppen]] des Hämoglobins binden.
  
 
Bei steigendem pH-Wert und sinkendem CO<sub>2</sub>-Partialdruck wird umgekehrt die Bindungsaffinität begünstigt und somit die O<sub>2</sub>-Aufnahme von Hämoglobin in sauerstoffreichem Gewebe erhöht, so wie es z.B. in der Lunge der Fall ist.  
 
Bei steigendem pH-Wert und sinkendem CO<sub>2</sub>-Partialdruck wird umgekehrt die Bindungsaffinität begünstigt und somit die O<sub>2</sub>-Aufnahme von Hämoglobin in sauerstoffreichem Gewebe erhöht, so wie es z.B. in der Lunge der Fall ist.  
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* ...leichtere Aufnahme von O<sub>2</sub> in der Lunge.  
 
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Durch die Bindung von Protonen und CO<sub>2</sub> im atmenden Gewebe wird eine Verschiebung der Sauerstoffbindungskurve des Hämoglobins (Hb) hervorgerufen, wodurch Sauerstoff schnell freigesetzt wird. In den [[Kapillaren]] der [[Lungenalveole]]n läuft der umgekehrte Prozess ab: Der hohe Sauerstoffdruck fördert die Sauerstoffbindung unter gleichzeitiger Freisetzung von Protonen und CO<sub>2</sub>
 
Durch die Bindung von Protonen und CO<sub>2</sub> im atmenden Gewebe wird eine Verschiebung der Sauerstoffbindungskurve des Hämoglobins (Hb) hervorgerufen, wodurch Sauerstoff schnell freigesetzt wird. In den [[Kapillaren]] der [[Lungenalveole]]n läuft der umgekehrte Prozess ab: Der hohe Sauerstoffdruck fördert die Sauerstoffbindung unter gleichzeitiger Freisetzung von Protonen und CO<sub>2</sub>
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[[Tag:Eponym]]
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[[Tag:Hämoglobin]]
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[[Tag:Sauerstoffbindung]]

Aktuelle Version vom 14. Mai 2019, 18:18 Uhr

Englisch: Bohr effect

1 Definition

Der Bohr-Effekt (nach dem dänischen Physiologen Christian Bohr (1855–1911), Vater des Physikers Niels Bohr) beschreibt die Abhängigkeit zwischen der Sauerstoff-Bindungsaffinität von Hämoglobin und dem Säuredruck der Umgebung. Bohr-Effekt und die kooperative Bindung von Sauerstoff machen Hämoglobin zum idealen Sauerstofftransporter.

2 Grundlagen

Bei sinkendem pH-Wert (Azidose) und steigendem CO2-Partialdruck (Hyperkapnie) sinkt die Bindungsaffinität von Hämoglobin und die Sauerstofffreisetzung wird begünstigt. Eine hohe Konzentration an gelöstem CO2 im Blut führt hierbei zu einer Verminderung des pH-Werts und hat dadurch hauptsächlich einen indirekten Einfluss auf die O2-Bindung von Hämoglobin. Von der Peripherie zur Lunge wird also der Transport und die Abgabe von CO2 begünstigt. Grund für die abnehmende Bindungsaffinität für Sauerstoff ist die Stabilisierung des Desoxyhämoglobins durch Protonen, welche an Imidazolreste und α-Aminogruppen des Hämoglobins binden.

Bei steigendem pH-Wert und sinkendem CO2-Partialdruck wird umgekehrt die Bindungsaffinität begünstigt und somit die O2-Aufnahme von Hämoglobin in sauerstoffreichem Gewebe erhöht, so wie es z.B. in der Lunge der Fall ist.

Der Bohr-Effekt trägt daher wesentlich zum gezielten O2- und CO2-Transport im Blut und zum Gasaustausch in der Lunge und in den Geweben bei.

3 Sauerstoffsättigung

Am besten lässt sich dies anhand der charakteristischen sigmoidalen Sauerstoffbindungskurve des Hämoglobins verdeutlichen.

Veränderungen in pH, CO2, Temperatur führen zu einer Verschiebung der Kurve zur O2- Affinitat von Hämoglobin. Dies gewährleistet...

  • ...leichtere Abgabe von O2 in Peripherie,
  • ...leichtere Aufnahme von O2 in der Lunge.

Durch die Bindung von Protonen und CO2 im atmenden Gewebe wird eine Verschiebung der Sauerstoffbindungskurve des Hämoglobins (Hb) hervorgerufen, wodurch Sauerstoff schnell freigesetzt wird. In den Kapillaren der Lungenalveolen läuft der umgekehrte Prozess ab: Der hohe Sauerstoffdruck fördert die Sauerstoffbindung unter gleichzeitiger Freisetzung von Protonen und CO2

Diese Seite wurde zuletzt am 14. Mai 2019 um 18:18 Uhr bearbeitet.

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