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Blutzucker: Unterschied zwischen den Versionen

 
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Die [[Blutzuckermessung|Messung]] des Blutzuckers kann entweder im Labor oder mit Hilfe von tragbaren [[Blutzuckermessgerät]]en durch den [[Arzt]], durch medizinisches Fachpersonal oder durch den Patienten selbst erfolgen. Die meisten Geräte bieten die Ergebnisse alternativ in mg/dl oder mmol/l an. Ist das nicht der Fall, kann man die Werte händisch umrechnen.
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Die [[Blutzuckermessung|Messung]] des Blutzuckers kann entweder im Labor oder mit Hilfe von tragbaren Blutzuckermessgeräten durch den [[Arzt]], durch medizinisches Fachpersonal oder durch den Patienten selbst erfolgen. Die meisten Geräte bieten die Ergebnisse alternativ in mg/dl oder mmol/l an. Ist das nicht der Fall, kann man die Werte händisch umrechnen.
  
 
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Bei einem Blutzuckerwert, der niedriger als der Normwert ist, spricht man von [[Hypoglykämie]], liegt er über dem Normwert, spricht man von [[Hyperglykämie]].
  
 
==Umrechnung==
 
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* [[Diabetes mellitus]]
 
* [[Diabetes mellitus]]
 
* [[Cushing-Syndrom]]
 
* [[Cushing-Syndrom]]
  
Erniedrigt bei:
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===Erniedrigter Blutzucker===
 
* [[Insulinom]]
 
* [[Insulinom]]
 
* Überdosierung von [[Insulin]] oder oralen [[Antidiabetikum|Antidiabetika]]
 
* Überdosierung von [[Insulin]] oder oralen [[Antidiabetikum|Antidiabetika]]
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* [[Alkoholvergiftung]]
 
* [[Alkoholvergiftung]]
 
* [[Mangelernährung]]
 
* [[Mangelernährung]]
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===Gestörte Nüchternglukose===
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Von einer [[gestörte Nüchternglukose|gestörten Nüchternglukose]] (IFG) spricht man bei folgenden Blutzuckerwerten:
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*Nüchternblutzucker: zwischen 5,6 und 6,9 mmol/l (100-125 mg/dl)
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*2-Stunden-Glukosewert: < 7,8 mmol/l (140 mg/dl)
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===Gestörte Glukosetoleranz===
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Eine [[gestörte Glukosetoleranz]] (IGT) liegt bei folgenden Blutzuckerwerten vor:
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* Nüchternblutzucker: < 7,0 mmol/l (126 mg/dl)
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* 2-Stunden-Glukosewert: zwischen 7,8 und 11,1 mmol/l (140-200 mg/dl)
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===Manifester Diabetes mellitus===
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Als diagnostisches Kriterium für einen manifesten [[Diabetes mellitus]] gelten folgende Blutzuckerwerte:
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* Nüchternblutzucker:  > 7,0 mmol/l (126 mg/dl)
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* 2-Stunden-Glukosewert: > 11,1 mmol/l (200 mg/dl).
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==Literatur==
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*Laborlexikon.de; abgerufen am 18.03.2021
 
[[Fachgebiet:Innere Medizin]]
 
[[Fachgebiet:Innere Medizin]]
 
[[Fachgebiet:Labormedizin]]
 
[[Fachgebiet:Labormedizin]]

Aktuelle Version vom 19. März 2021, 15:10 Uhr

Synonyme: Blutglukose, Blutzuckerwert, Blutzuckerspiegel
Englisch: blood sugar (level), blood glucose level

1 Definition

Als Blutzucker bezeichnet man die Konzentration von Glukose im Blut. Der Blutzuckerwert kann in mg/dl oder mmol/l angegeben werden.

2 Nomenklatur

Da die Bestimmung der Glukose im Labor im Blutserum erfolgt, kann man auch von Serumglukose sprechen. Dieser Begriff hat sich in der klinischen Alltagssprache jedoch nicht durchgesetzt.

3 Einteilung

In Abhängigkeit vom Zeitpunkt der Messung unterscheidet man:

Nüchternblutzucker Blutentnahme morgens vor der ersten Nahrungsaufnahme nach mindestens achtstündiger Nahrungskarenz (Nüchternglukose)
Präprandialer Blutzucker Blutentnahme vor einer beliebigen Mahlzeit
Postprandialer Blutzucker Blutentnahme meist 1-2 Stunden nach einer Mahlzeit (2-Stunden-Glukosewert)
Glucose-Tagesprofil Blutentnahmen um 8:00 Uhr nüchtern, um 12:00 Uhr und um 16:00 Uhr

Des Weiteren wird - vor allem in der Kommunikation mit dem Patienten - der aus dem HbA1c-Wert ermittelte Durchschnittsblutzucker verwendet.

4 Physiologie

Der Blutzuckerspiegel wird im Wesentlichen durch das Wechselspiel zweier Peptidhormone des Pankreas reguliert:

  • Insulin senkt den Blutzuckerspiegel.
  • Glucagon erhöht den Blutzuckerspiegel.

Darüber hinaus bewirken Katecholamine (Adrenalin) und NNR-Hormone (Cortisol) einen Anstieg des Blutzuckers.

weitere Infos: Blutzuckerregulation

5 Präanalytik

In vitro kann es durch die fortdauernde Glykolyse zu falsch niedrigen Blutzuckerwerten kommen. Den Abnahmesystemen werden daher Hemmstoffe der Glykolyse, wie Natriumfluorid zugesetzt ("NaF-Röhrchen").

6 Material

Zur Bestimmung des Blutzuckers im Labor kann man Blutserum, Heparinplasma oder aber Blut in NaF-Röhrchen verwenden. Wenn Blutserum verwendet wird, sollte dieses im Optimalfall nach Gerinnung sofort abgesert und unverzüglich ins Labor weitergeleitet werden. Bei Messung mit einem Blutzuckermessgerät wird Kapillarblut aus der Fingerbeere entnommen.

7 Messung

Die Messung des Blutzuckers kann entweder im Labor oder mit Hilfe von tragbaren Blutzuckermessgeräten durch den Arzt, durch medizinisches Fachpersonal oder durch den Patienten selbst erfolgen. Die meisten Geräte bieten die Ergebnisse alternativ in mg/dl oder mmol/l an. Ist das nicht der Fall, kann man die Werte händisch umrechnen.

siehe auch: Blutzuckermessung

8 Messmethode

Zur Bestimmung des Blutzuckers wird ein enzymatischer Test durchgeführt, bei dem die die Glucose das Substrat folgender Reaktion ist:

Glucose + ATPGlucose-6-Phosphat + ADP
Glucose-6-Phosphat + NAD+Gluconat-6-Phosphat + NADH + H+

Die Farbreaktion durch die Absorptionszunahme des NADH wird bei 334, 340 oder 365 nm gemessen.

9 Referenzbereiche

9.1 Referenzbereich für Kinder

Der Referenzbereich für den Blutzucker ist bei Kindern abhängig vom Lebensalter. Folgende Normwerte gelten für die Bestimmung aus Serum oder Plasma:

Alter Norm
Neugeborene, Nabelschnur 63 - 158 mg/dl
Neugeborene, 1h 36 - 99 mg/dl
Neugeborene, 2 h 39 - 89 mg/dl
Neugeborene, 5 - 14 h 34 - 77 mg/dl
Neugeborene, 20 - 28 h 46 - 81 mg/dl
Neugeborene, 44 - 52 h 48 - 79 mg/dl
1. - 6. Lebensjahr 74 - 127 mg/dl
7. - 19. Lebensjahr 70 - 106 mg/dl

9.2 Referenzbereich für Erwachsene

Je nach untersuchtem Material gelten folgene Referenzbereiche:

Material Norm
nüchtern, Plasma/Serum 70 - 99 mg/dl
nüchtern, Vollblut 55 - 89 mg/dl
1 - 2 Stunden postprandial < 130 mg/dl

Bei einem Blutzuckerwert, der niedriger als der Normwert ist, spricht man von Hypoglykämie, liegt er über dem Normwert, spricht man von Hyperglykämie.

10 Umrechnung

11 Interpretation

11.1 Erhöhter Blutzucker

11.2 Erniedrigter Blutzucker

11.3 Gestörte Nüchternglukose

Von einer gestörten Nüchternglukose (IFG) spricht man bei folgenden Blutzuckerwerten:

  • Nüchternblutzucker: zwischen 5,6 und 6,9 mmol/l (100-125 mg/dl)
  • 2-Stunden-Glukosewert: < 7,8 mmol/l (140 mg/dl)

11.4 Gestörte Glukosetoleranz

Eine gestörte Glukosetoleranz (IGT) liegt bei folgenden Blutzuckerwerten vor:

  • Nüchternblutzucker: < 7,0 mmol/l (126 mg/dl)
  • 2-Stunden-Glukosewert: zwischen 7,8 und 11,1 mmol/l (140-200 mg/dl)

11.5 Manifester Diabetes mellitus

Als diagnostisches Kriterium für einen manifesten Diabetes mellitus gelten folgende Blutzuckerwerte:

  • Nüchternblutzucker: > 7,0 mmol/l (126 mg/dl)
  • 2-Stunden-Glukosewert: > 11,1 mmol/l (200 mg/dl).

12 Literatur

  • Laborlexikon.de; abgerufen am 18.03.2021

Diese Seite wurde zuletzt am 19. März 2021 um 15:10 Uhr bearbeitet.

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