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Blutviskosität

Version vom 23. November 2013, 14:05 Uhr von Moritz Binder (Diskussion | Beiträge)

1 Definition

Unter Blutviskosität versteht man die Zähflüssigkeit (Viskosität) des Blutes.

2 Hintergrund

Aufgrund seiner speziellen Eigenschaften verhält sich Blut nicht wie ein Newtonsches Fluid, sondern zeigt ein nichtproportionales, sprunghaftes Fließverhalten.

Die Blutviskosität hängt unter anderem von folgenden Parametern ab:

Mit der Blutviskosität beschäftigt sich die Hämorheologie.

3 Fåhraeus-Lindqvist-Effekt

In Folge ihrer ausgeprägten Verformbarkeit neigen Erythrozyten dazu, sich an die Strömung in einem Blutgefäß anzupassen und in die Strömungsmitte zu bewegen (Axialmigration), sodass eine zellarme Randströmung entsteht. Dadurch wird insbesondere in Gefäßen, deren Durchmesser dem eines einzelnen Erythrozyten (7-8µm) entspricht, der Reibungswiderstand stark vermindert. In dickeren Gefäßen hingegen nimmt die Reibung zwischen den strömenden Zellen zu, während sich die zellarme Randströmung effektiv nicht verbreitert, wodurch die Blutviskosität zunimmt. Genauso steigt sie in sehr engen Kapillaren, weil sich die Erythrozyten ab einem bestimmten Punkt nicht mehr deformieren lassen.

Der Fåhraeus-Lindqvist-Effekt ist also eine Ursache dafür, dass die effektive Blutviskosität in englumigen Gefäßen der Kreislaufperipherie deutlich niedriger ist als in großkalibrigen Gefäßen.

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Fachgebiete: Physiologie

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