Bitte logge Dich ein, um diesen Artikel zu bearbeiten.
Bearbeiten

Blut-Liquor-Schranke

Version vom 12. März 2005, 18:01 Uhr von PD Dr. med. Johannes W. Dietrich (Diskussion | Beiträge)

Englisch: blood-cerebrospinal fluid barrier

Als Blut-Liquor-Schranke bezeichnet man die Barrierewirkung der Plexus choroidei, die zwischen Blut und Liquor, nicht jedoch zwischen Liquor und ZNS besteht.

Die Blut-Liquor-Schranke ist nur für Wasser, Sauerstoff und Kohlendioxid ganz durchlässig, für Elektrolyte wenig und für fast alle anderen Moleküle gar nicht; allerdings ist die Schrankenwirkung schwächer als die der Blut-Hirn-Schranke ausgeprägt.

Substrate wie Kohlenhydrate oder Signalstoffe wie Hormone werden von bestimmten Transportern, die z. B. in den Tanyzyten, spezialisierten ependymalen Gliazellen an der Basis des dritten Ventrikels (Ventriculus tertius), lokalisiert sind, aktiv durch die Blut-Liquor-Schranke befördert.

Durch Tumore, Hirninfarkte, entzündliche Prozesse und elektromagnetische Strahlung kann es zu einer Veränderung der Durchlässigkeit kommen, wodurch Substanzen aus dem Blut in den Liquor übertreten.

Diese Seite wurde zuletzt am 2. Dezember 2020 um 14:19 Uhr bearbeitet.

Um diesen Artikel zu kommentieren, melde Dich bitte an.

Klicke hier, um einen neuen Artikel im DocCheck Flexikon anzulegen.

Artikel wurde erstellt von:

Letzte Autoren des Artikels:

24 Wertungen (4 ø)

76.477 Aufrufe

Copyright ©2021 DocCheck Medical Services GmbH | zur mobilen Ansicht wechseln
DocCheck folgen: