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Bisacodyl: Unterschied zwischen den Versionen

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Der [[Wirkstoff]] stellt ein [[Prodrug]] dar und wird von [[Enzym]]en der [[Darmschleimhaut]] in die aktive Substanz Diphenol-Bis-(p-hydroxyphenyl)-pyridyl-2-methan ([[BHPM]]) katalysiert, die letztendlich für die [[Inhibition]] der Flüssigkeits[[absorption]] aus dem [[Dickdarm]] und [[Dünndarm]] zuständig ist. Bei dem Arzneimittel handelt es sich auch um ein Kontaktlaxans, das die Flüssigkeits[[sekretion]] sowie [[NaCl]]-Sekretion erhöht. Mit dem Einsatz von Bisacodyl wird somit die [[Peristaltik]] des Dickdarms infolge einer Ansammlung von [[Wasser]] und [[Elektrolyt]]en im [[Darmlumen]] stimuliert, wodurch der schnellere Abtransport des Darminhalts erfolgt.  
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Der [[Wirkstoff]] stellt ein [[Prodrug]] dar. Dieser wird von [[Enzym]]en der [[Darmschleimhaut]] in die aktive Substanz Diphenol-Bis-(p-hydroxyphenyl)-pyridyl-2-methan ([[BHPM]]) umgesetzt. BHPM bewirkt eine [[Inhibition]] der Flüssigkeits[[absorption]] aus dem [[Dickdarm]] und [[Dünndarm]]. Zugleich wirkt es als Kontaktlaxans, das die Flüssigkeits[[sekretion]] sowie [[NaCl]]-Sekretion erhöht. Infolge einer Ansammlung von [[Wasser]] und [[Elektrolyt]]en im [[Darmlumen]] wird die [[Peristaltik]] des Dickdarms  stimuliert, wodurch der schnellere Abtransport des Darminhalts erfolgt.
  
 
==Unerwünschte Arzneimittelwirkungen==
 
==Unerwünschte Arzneimittelwirkungen==

Aktuelle Version vom 29. Juni 2012, 22:57 Uhr

Handelsnamen: Dulcolax u.a.
Synonyme: Bisacodylum u.a.
Englisch: Bisacodyl

1 Definition

Bisacodyl ist ein hydragog wirkendes Laxans, das in der kurzfristigen, symptomatischen Therapie der Verstopfung bzw. zur Darmentleerung eingesetzt wird.

2 Indikationen

Die Hauptindikation für eine Behandlung mit Bisacodyl stellt die neurologisch bedingte Darmträgheit dar. Darüber hinaus kommt das Arzneimittel auch bei Erkrankungen wie Hämorrhoiden zur Erweichung des Stuhls und Förderung der Darmentleerung zum Einsatz.

3 Allgemeines

Bisacodyl wird in Form von Dragees oder Zäpfchen appliziert. Oral eingenommen tritt die Wirkung des Arzneimittels erst nach sechs bis zwölf Stunden ein, während es als Suppositorium im Rektum bereits nach 15 bis 30 Minuten wirkt. Das Arzneimittel ist ein Triphenylmethan-Derivat und ähnelt von seiner Struktur her dem Phenolphthalein. Der Arzneistoff weist eine Bioverfügbarkeit von 15% auf. Die Metabolisierung erfolgt hepatisch, genauer über das CYP450-System. Die Plasmahalbwertszeit beträgt durchschnittlich 16 Stunden. Die Ausscheidung erfolgt in erster Linie über den Stuhl und zum Teil über den Urin.

4 Wirkmechanismus

Der Wirkstoff stellt ein Prodrug dar. Dieser wird von Enzymen der Darmschleimhaut in die aktive Substanz Diphenol-Bis-(p-hydroxyphenyl)-pyridyl-2-methan (BHPM) umgesetzt. BHPM bewirkt eine Inhibition der Flüssigkeitsabsorption aus dem Dickdarm und Dünndarm. Zugleich wirkt es als Kontaktlaxans, das die Flüssigkeitssekretion sowie NaCl-Sekretion erhöht. Infolge einer Ansammlung von Wasser und Elektrolyten im Darmlumen wird die Peristaltik des Dickdarms stimuliert, wodurch der schnellere Abtransport des Darminhalts erfolgt.

5 Unerwünschte Arzneimittelwirkungen

6 Kontraindikationen

Fachgebiete: Arzneimittel

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