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Biofilm: Unterschied zwischen den Versionen

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Ein Biofilm bildet sich aus strukturierten, spezialisierten [[Kolonie]]n von zusammenhängenden Mikroorganismen, die in einer dünnen [[Schleim]]schicht aus komplexen [[Extrazelluläre polymere Substanzen|extrazellulären polymeren Substanzen]] (EPS) eingebettet sind. Eine einheitliche Biofilmstruktur existiert nicht. Die [[Bakterien]] reagieren auf Zell-Zell-Signale, die entstehen, wenn Bakterien sehr nah beieinander zu liegen kommen.  
 
Ein Biofilm bildet sich aus strukturierten, spezialisierten [[Kolonie]]n von zusammenhängenden Mikroorganismen, die in einer dünnen [[Schleim]]schicht aus komplexen [[Extrazelluläre polymere Substanzen|extrazellulären polymeren Substanzen]] (EPS) eingebettet sind. Eine einheitliche Biofilmstruktur existiert nicht. Die [[Bakterien]] reagieren auf Zell-Zell-Signale, die entstehen, wenn Bakterien sehr nah beieinander zu liegen kommen.  
  
Auch wenn die Bakterien per se auf ein [[Antibiotikum]] empfindlich reagieren können, sind sie im Biofilm geschützter. Das Zusammenleben im Biofilm erlaubt es, Angriffen von außen besser zu widerstehen, aber auch [[Resistenz]]informationen über Antibiotika leichter auszutauschen. Keime können sich hier "einigeln" und sind entsprechend schwierig zu bekämpfen. Zusätzlich kann es dadurch möglich sein, dass Keime ausgeschwemmt werden und neben dem vorliegenden Zentrum einen weiteren Entzündungsherd im Körper an einer anderen Stelle entwickeln. Biofilme wurden nicht nur bei der chronischen [[Sinusitis]], sondern auch bei der chronischen [[Otitis media]] und in [[Cholesteatom]]en gefunden.
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Auch wenn die Bakterien per se auf ein [[Antibiotikum]] empfindlich reagieren können, sind sie im Biofilm geschützter. Das Zusammenleben im Biofilm erlaubt es, Angriffen von außen besser zu widerstehen, aber auch [[Resistenz]]informationen über Antibiotika leichter auszutauschen. Keime können sich hier "einigeln" und sind entsprechend schwierig zu bekämpfen.  
  
Mikroorganismen, welche in einem Biofilm vorkommen können, sind z.B. humanpathogene Bakterien, wie [[Legionellen]] oder [[Mykoplasmen]]. Es kann sich aber auch um [[Pilze]], [[Viren]] oder [[Protozoen]] handeln.
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Zusätzlich kann es durch die Bildung eines Biofilms dazu kommen, dass Keime in den [[Blutstrom]] ausgeschwemmt werden. Sie siedeln sich dann dann neben dem vorliegenden [[Infektionsherd]] an einer anderen Stelle im Körper an. Biofilme wurden nicht nur bei der [[chronische Rhinosinusitis|chronischen Sinusitis]], sondern auch bei der [[Otitis media chronica|chronischen Otitis media]] und in [[Cholesteatom]]en gefunden.
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Mikroorganismen, welche in einem Biofilm vorkommen können, sind z.B. [[humanpathogen]]e Bakterien, wie [[Legionellen]] oder [[Mykoplasmen]]. Es kann sich aber auch um [[Pilze]], [[Viren]] oder [[Protozoen]] handeln.
 
[[Fachgebiet:Mikrobiologie]]
 
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[[Tag:Bakterien]]
 
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[[Tag:Infektion]]
 
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[[Tag:Mikroorganismus]]
 
[[Tag:Mikroorganismus]]

Aktuelle Version vom 22. Oktober 2021, 14:13 Uhr

Englisch: biofilm
Obsolete Bezeichnung: Plaque

1 Definition

Als Biofilm bezeichnet man einem dünnen Schleimfilm, in dem Populationen von Mikroorganismen organisiert vorliegen.

2 Hintergrund

Biofilme haben eine hohe therapeutische Relevanz, da sie Erregern helfen können, sich vor dem menschlichen Immunsystem zu schützen. Bei mehr als 60 % aller bakteriellen Infektionskrankheiten bilden die Erreger Biofilme.

3 Pathophysiologie

Ein Biofilm bildet sich aus strukturierten, spezialisierten Kolonien von zusammenhängenden Mikroorganismen, die in einer dünnen Schleimschicht aus komplexen extrazellulären polymeren Substanzen (EPS) eingebettet sind. Eine einheitliche Biofilmstruktur existiert nicht. Die Bakterien reagieren auf Zell-Zell-Signale, die entstehen, wenn Bakterien sehr nah beieinander zu liegen kommen.

Auch wenn die Bakterien per se auf ein Antibiotikum empfindlich reagieren können, sind sie im Biofilm geschützter. Das Zusammenleben im Biofilm erlaubt es, Angriffen von außen besser zu widerstehen, aber auch Resistenzinformationen über Antibiotika leichter auszutauschen. Keime können sich hier "einigeln" und sind entsprechend schwierig zu bekämpfen.

Zusätzlich kann es durch die Bildung eines Biofilms dazu kommen, dass Keime in den Blutstrom ausgeschwemmt werden. Sie siedeln sich dann dann neben dem vorliegenden Infektionsherd an einer anderen Stelle im Körper an. Biofilme wurden nicht nur bei der chronischen Sinusitis, sondern auch bei der chronischen Otitis media und in Cholesteatomen gefunden.

Mikroorganismen, welche in einem Biofilm vorkommen können, sind z.B. humanpathogene Bakterien, wie Legionellen oder Mykoplasmen. Es kann sich aber auch um Pilze, Viren oder Protozoen handeln.

Diese Seite wurde zuletzt am 10. Februar 2016 um 20:23 Uhr bearbeitet.

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