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Betz-Zelle

Version vom 14. Mai 2008, 15:22 Uhr von M. Marquardt (Diskussion | Beiträge)

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Synonyme: Betz-Pyramidenzelle, Betz-Riesenpyramidenzelle, Riesenpyramidenzelle

Englisch: Betz cell

Betz-Zellen sind nach ihrem Entdecker, dem Anatomen Vladimir Betz, benannte besonders große Pyramidenzellen im primär motorischen Kortex (Area 4, Gyrus praecentralis). Sie sind in Lamina Vb lokalisiert und haben einen massiven dreieckigen Zellkörper (Perikaryon), der einen Durchmesser von bis zu 100 µm erreicht.

Eine Betz-Zelle besitzt einen ausgedehnten Dendritenbaum, der von allen Seiten des Perikaryons entspringt, sich in alle Schichten der Großhirnrinde verzweigt und deshalb ein großes rezeptives Feld besitzt. Das bis zu 20 µm breite, stark myelinisierte und folglich schnell leitende Axon zieht als wichtigste Efferenz der Pyramidenbahn unter Abgabe von Kollateralen ins Rückenmark hinab und bildet dort eine glutamaterge exzitatorische Synapse mit einer motorischen Vorderhornzelle. Betz-Zellen leisten daher besonders feine Bewegungen v. a. der distalen Extremitätenmuskeln.

Diese Seite wurde zuletzt am 10. Juni 2017 um 11:42 Uhr bearbeitet.

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